Zürcher Velorennen wohl endgültig «gemetzget»
Aktualisiert

Zürcher Velorennen wohl endgültig «gemetzget»

Pat McQuaid, der Präsident des Rad-Weltverbandes UCI, hat bestätigt, dass es für die aus finanziellen Gründen abgesagte Meisterschaft von Zürich kein Ersatzrennen gibt. Die UCI sucht für das nächste Jahr einen neuen Veranstalter.

Im April hatte der frühere MvZ-Organisator das Handtuch geworfen, weil er keinen Hauptsponsor fand. Danach scheiterten alle weiteren Versuche, die «Züri-Metzgete» am Leben zu erhalten. Die UCI wäre sogar bereit gewesen, einen Überbrückungskredit zu gewähren. Doch auf die Schnelle liessen sich weder ein geeignetes Start- und Zielgelände noch eine alle Anforderungen erfüllende Strecke finden.

Mit der Unterstützung der Stadt Lugano wollte Elio Calcagni das Rennen vom 7. Oktober ins Tessin holen. Dafür lagen 700 000 Franken bereit, doch die ursprünglich freundliche Aufnahme der Kandiatur der Luganesi bei der UCI wurde durch politische Querelen geschwächt.

Die Meisterschaft von Zürich wurde 1914 erstmals ausgetragen (Sieger: Henry Rheinwald) und fand nach zweijähriger Unterbrechung seit 1917 jedes Jahr statt, wenn auch in der jüngeren Vergangenheit unter erheblichen finanziellen und organisatorischen Problemen.

(si)

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