Zürcher verdienen weltweit am besten
Aktualisiert

Zürcher verdienen weltweit am besten

Zürcher haben die höchsten Nettolöhne der Welt. Und was noch besser ist: Sie können sich dafür am meisten leisten.

Dublin ist mittlerweile teurer zum Leben als Zürich, wie die aktualisierte Lohn- und Preisstudie der UBS zeigt. Die irische Hauptstadt zog an Zürich vorbei auf den vierten Platz der teuersten Städte.

Nach wie vor ist aber Oslo die teuerste Stadt der Welt, gefolgt von Kopenhagen und London.

Während die Lebenshaltungskosten - exklusive Mieten - in Irland stiegen, wurde Zürich billiger. Die Gründe hierfür sind laut dem UBS-Ökonomen Daniel Kalt, dass der Schweizer Franken gegenüber dem Euro seit 2006 eine Abwertung erfuhr und die Inflation in der Schweiz tiefer war als in anderen europäischen Ländern.

Teures Pflaster London

London ist auf Grund der Immobilienpreise ein sehr teures Plaster geworden: Berücksichtigt man die Mieten mit, ist das Leben in London 23 Prozent teurer als in Zürich. Dafür könnte ein Zürcher in New York schon fast ohne Mehrkosten leben. Hier ist laut Kalt der Lebensunterhalt mit Miete nur noch zwei Prozent teurer als in Zürich.

Arbeitnehmern bleibt in Zürich am meisten

Zürich weist zudem die höchsten Nettolöhne und die höchste Kaufkraft aus. Die höchsten Bruttogehälter werden zwar laut Studie in Skandinavien gezahlt. Doch zieht man die Steuern und Sozialausgaben ab, die im Norden das Portemonnaie besonders belasten, bleibt den Arbeitnehmern in Zürich netto am meisten. «In Zürich kann man mit dem gleichen Lohn etwa zehn bis 15 Prozent mehr Güter kaufen als in anderen Städten Europas», sagt Kalt. Wenig überraschend liegen die neuen EU-Länder in Osteuropa in der unteren Hälfte der Kaufkraftrangliste. Die kräftigen Gehaltssteigerungen fielen dort teils der starken Inflation zum Opfer.

Shopping-Ausflug wegen Dollarzerfall

In New York und in anderen amerikanischen Städten sind die Preise wie auch die Löhne als Folge des Dollarzerfalls gefallen. Deshalb sei ein Shopping-Ausflug in die USA für Europäer derzeit besonders verlockend: «London ist jetzt 26 Prozent teurer als New York.» Die preiswertesten Städte liegen in Südasien und Südamerika. Da Indonesien und Südafrika seit 2006 Währungsabwertungen erlitten, wurden auch sie für Touristen attraktiver.

In Südasien sind zwar die Löhne tief, dafür bezahlt man weniger Steuern. Die grosszügigste Steuerpolitik aller 71 Städte hat hingegen Dubai, Finanzzentrum in einer ölreichen Wüste. Steuern und Sozialausgaben in Prozent vom Bruttoeinkommen sind aber auch in Dublin oder Madrid tiefer als in Zürich. (dapd)

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