Umfahrung: Zürcher Westtangente im Zeitplan
Aktualisiert

UmfahrungZürcher Westtangente im Zeitplan

Die Arbeiten an der Zürcher Westumfahrung sind im Zeitplan, und auch das Budget von 2,85 Milliarden Franken dürfte eingehalten werden, so Baudirektor Markus Kägi. Die Westumfahrung wird Anfang Mai 2009 eröffnet.

Zurzeit werden im Üetlibergtunnel die letzten Signale und elektrotechnischen Einrichtungen fertig montiert, ausgiebige Tests finden statt, die Bedienung der Anlagen wird gelernt und geübt. Am Montag konnten Medienvertreter einen Augenschein am bald fertiggestellten Grossbauwerk nehmen.

Sind alle Installationen auf ihre Tauglichkeit geprüft, können die Rettungsorganisationen mit ihren Übungen beginnen. Hans Meier, Abteilungsleiter Verkehrstechnik Strasse beim Kantonalen Tiefbauamt, wies darauf hin, dass die Sicherheitsanforderungen an einen Tunnel viel grösser seien, als an eine Strecke auf offener Strasse.

Seit über 12 Jahren im Bau

Der Spatenstich für die Westumfahrung erfolgte am 13. September 1996. Seither wurden die Vorschriften für Tunnelbauten immer wieder verschärft, die Sicherheits-Anforderungen stiegen stetig. Immer wieder waren deshalb Anpassungen an den entsprechenden Anlagen und der Signalisation nötig.

Da der entsprechende Mehraufwand und auch die Teuerung sich an anderen Stellen kompensieren liessen, dürften die Kosten nicht über die 1994 veranschlagten 2,85 Milliarden Franken steigen, lobte Baudirektor Markus Kägi. Das Bauwerk sei deshalb nicht nur eine bautechnische Meisterleistung, sondern auch in Sachen Kostenmanagement vorbildlich.

Entsprechend dem Natur- und Heimatschutzgesetz wurden auch bei der Westumfahrung verschiedene Massnahmen getroffen, um Verluste an Naturwert zu kompensieren. Dazu gehören etwa die naturgerechte Umgestaltung der Reppisch unterhalb Birmensdorf, die Wiederbelebung des Sihlraumes beim Autobahndreieck Zürich-Süd oder die Umgestaltung der Zürcher Allmend als Erholungs- und Freizeitgebiet. (sda)

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