Tram-Engpass: Zürcher wollen keine Hilfe aus Basel
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Tram-EngpassZürcher wollen keine Hilfe aus Basel

Die Basler hätten den Zürchern beim drohenden Tram-Engpass gern ausgeholfen. Doch die VBZ sagt ab.

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rom/tür
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Ein Tram des Typs Be 4/8 der Baselland Transport AG (BLT) unterwegs in Basel. Diese Fahrzeuge standen bei der VBZ zur Diskussion.

Ein Tram des Typs Be 4/8 der Baselland Transport AG (BLT) unterwegs in Basel. Diese Fahrzeuge standen bei der VBZ zur Diskussion.

Keystone/Martin Ruetschi
Sie hätten einen Engpass überbrücken sollen, denn die Beschaffung des neuen Zürcher Trams Flexity 2 verzögert sich.

Sie hätten einen Engpass überbrücken sollen, denn die Beschaffung des neuen Zürcher Trams Flexity 2 verzögert sich.

Visualisierung Stadtrat Zürich
Die VBZ brauchen 70 neue Trams - sie sollen die 1. und 2. Serie des Trams 2000 (links im Bild) ersetzen. Weiterhin auf dem Schienennetz bleiben werden die Cobra-Trams (rechts).

Die VBZ brauchen 70 neue Trams - sie sollen die 1. und 2. Serie des Trams 2000 (links im Bild) ersetzen. Weiterhin auf dem Schienennetz bleiben werden die Cobra-Trams (rechts).

Walter Bieri

Weil sich die Beschaffung von 70 neuen Trams in Zürich verzögert, droht in Zürich ein Engpass an Fahrzeugen. Von Letzteren braucht es wegen Angebotserweiterungen wie dem Tram Hardbrücke ab kommendem Dezember nämlich mehr.

Sicher ist: Die Basler helfen den Zürchern nicht aus der Patsche. «Wir wären gern dazu bereit gewesen und hätten unsere Trams zu einem Freundschaftspreis abgegeben», sagt Andreas Büttiker, Direktor der Baselland Transport AG (BLT), zu 20 Minuten. «Aber die VBZ hat uns abgesagt, leider.»

Zu schmal für Zürcher Verhältnisse

Das Problem: Die zur Diskussion gestandenen, rund 40-jährigen BLT-Trams des Typs Be 4/8 Sänfte sind nur 2,20 Meter breit, die VBZ-Trams hingegen 2,40. Der Spalt zwischen Perronkante und Fahrzeug wäre bei vielen Haltestellen offenbar zu gross gewesen – Stichwort Unfallgefahr.

Somit bleiben die sechs bis neun BLT-Trams auf dem Abstellgleis stehen. Sie kommen laut Büttiker weiterhin als eiserne Reserven zum Einsatz. Später sollen sie als Ersatzteillager dienen.

Die Medienstelle der Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) wollte die gescheiterten Kaufabsichten weder bestätigen noch dementieren. Nur so viel: Man prüfe diverse Optionen, um den Engpass zu entschärfen.

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