Abstimmungen: Zürcher wollen Sterbehilfe nicht verbieten

Aktualisiert

AbstimmungenZürcher wollen Sterbehilfe nicht verbieten

Die Zürcher Stimmbevölkerung will gemäss ersten Hochrechnungen den liberalen Umgang mit der Sterbehilfe nicht verändern. Auch die Steuer-Vorschläge von GLP und SP dürften Schiffbruch erleiden.

Im Kanton Zürich darf weiterhin aktive Sterbehilfe betrieben werden.

Im Kanton Zürich darf weiterhin aktive Sterbehilfe betrieben werden.

Eine erste Hochrechnung der Abstimmungsresultate vom Sonntag sagt den beiden EDU-Volksinitiativen eine deutliche Niederlage voraus: Die Zürcher Stimmberechtigten dürften die zwei Sterbehilfe-Vorlagen ablehnen. Die erste Hochrechnung sagt dem Verbot von Sterbetourismus einen Nein-Stimmen-Anteil von ganzen 80 Prozent voraus. Gegen die Standesinitiative zum generellen Sterbehilfe-Verbot stimmen voraussichtlich gar 85 Prozent der Zürcherinnen und Zürcher.

Keine Chance dürften auch die Gegenvorschläge der Grünliberalen (GLP) und der SP zur Steuergesetzänderung haben. Dies sagen erste Hochrechnungen voraus. Sie basieren auf der Auszählung von 44 (GLP-Vorschlag) beziehungsweise 32 (SP-Vorschlag) Gemeinden.

Schweizer wollen aktive Sterbehilfe

Dem GLP-Gegenvorschlag sagt die Hochrechnung einen Ja-Stimmen- Anteil von maximal 28,9 Prozent voraus. Der SP-Gegenvorschlag dürfe auf höchstens 45,6 Prozent Zustimmung kommen. Noch offen ist der Ausgang für die Vorlage von Regierungs- und Kantonsrat: Hier liegt die Bandbreite der möglichen Ja-Stimmen zwischen 34,2 und 56,9 Prozent.

(sda)

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