Mit Hammer und Bauschaum - Zürcher zerstört Blitzer aus Frust über die Polizei
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Mit Hammer und BauschaumZürcher zerstört Blitzer aus Frust über die Polizei

Über 13’000 Franken Schaden hat ein Mann aus der Region Zürichsee angerichtet. Er verwüstete bei Birmensdorf ZH einen Radar.

von
Thomas Mathis
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Ein halbstationärer Blitzer war Ziel der Attacke des Familienvaters.

Ein halbstationärer Blitzer war Ziel der Attacke des Familienvaters.

Tamedia/Urs Jaudas
Laut Anklageschrift hat der Mann den Radar aus Frust über die Polizei mit Hammer und Bauschaum verwüstet.

Laut Anklageschrift hat der Mann den Radar aus Frust über die Polizei mit Hammer und Bauschaum verwüstet.

20min/Taddeo Cerletti
Der Mann hätte am Montag vor dem Bezirksgericht Dietikon erscheinen müssen, doch er liess sich entschuldigen.

Der Mann hätte am Montag vor dem Bezirksgericht Dietikon erscheinen müssen, doch er liess sich entschuldigen.

20min/Stefan Hohler

Darum gehts

  • Mit Hammer und Bauschaum hat ein Familienvater einen Blitzer bei Birmensdorf verwüstet.

  • Laut der Anklageschrift hat er das aus Frust über Staat und Polizei gemacht.

  • Der vorbestrafte 48-Jährige erschien am Montag nicht vor Gericht.

Ein Familienvater aus der Region Zürichsee hat an einem frühen Morgen im Juli 2020 an seinem Wohnort einen Maurerhammer, eine Bauschaum-Spraydose sowie Schutzbrille und Gartenhandschuhe eingepackt und war mit seinem Auto nach Birmensdorf gefahren. Sein Ziel war die halbstationäre Radaranlage, welche die Kantonspolizei Zürich bei der Luzernerstrasse temporär aufgestellt hatte.

Laut Anklageschrift schlug der Schweizer mit dem Maurerhammer die vier Scheiben der Radaranlage ein und füllte den Innenraum mit Bauschaum aus. Dabei entstand ein Sachschaden von 13’700 Franken. Er habe damit seinen Frust über den Staat und die Polizei loswerden wollen, heisst es. Der 48-Jährige ist geständig. Am Montag hätte er vor dem Bezirksgericht Dietikon erscheinen sollen, liess sich aber wegen eines ärztlichen Notfalls entschuldigen. Die Verhandlung wurde deshalb auf später verschoben.

Vorstrafe wegen Autobahn-Vorfall

Der Urteilsvorschlag, dem der Mann zugestimmt hat, verurteilt ihn wegen Sachbeschädigung zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 16 Monaten. Darin enthalten ist auch eine Vorstrafe von 12 Monaten. Im November 2019 war er wegen Amtsanmassung und Störung des Verkehrs verurteilt worden. Er war zuvor auf der A3 bei Zürich zufällig an einen Unfall geraten und gab sich fälschlicherweise als Feuerwehrmann aus.

Er montierte auf dem Autodach ein orangenes Blinklicht und regelte mit Feuerwehrjacke und Leuchtstab ausgerüstet den Verkehr. Zudem rief er zweimal bei der Notrufzentrale an und übertrieb bezüglich des Unfalls gewaltig, was ein grosses Aufgebot an Rettungskräften und die Sperrung der Autobahn zur Folge hatte.

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