Vox-Sendung: Zürcherin punktet in deutscher Näh-TV-Show
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Vox-SendungZürcherin punktet in deutscher Näh-TV-Show

Céline Voigt (26) näht bei «Geschickt eingefädelt» um die Wette. Dabei hat sie sich das Nähen erst vor zwei Jahren beigebracht – mittels Youtube.

von
som

Der Bleistift-Rock oder die elegante Bluse: Was Céline Voigt bei «Geschickt eingefädelt» bis jetzt genäht hat, kommt bei der Jury an. Bereits zum dritten Mal läuft die Sendung am Dienstagabend um 20.15 Uhr auf Vox. Darin kreieren die Kandidaten Woche für Woche neue Kleidungsstücke. Wer sich am schlechtesten anstellt, fliegt raus.

Wann es sie treffen wird, oder ob sie am Finale am 8. Dezember gar das Stipendium für eine Modeschule gewinnt, darf die 26-Jährige nicht sagen: «Sonst wäre ja die ganze Überraschung dahin.» Nur so viel: In dieser Sendung kommt sie mit ihrer Maschine beim Jogginghosen-Nähen an ihre Grenzen.

Sie näht fast jede freie Minute

Für Fäden und Stoffe hatte sich die Zürcher Web-Beraterin lange nicht gross interessiert – bis sie vor zweieinhalb Jahren zufällig ein Näh-Magazin durchblätterte: «Plötzlich wollte ich ein Schnittmuster ausprobieren.» Also begann sie zu Hause an ihrem Stubentisch zu schneidern – alles Wissenswerte eignete sie sich selbst mittels Youtube und Fachzeitschriften an.

Manchmal schauten sie die Leute schon komisch an, wenn sie von ihrer Leidenschaft erzähle, so Voigt. Doch kaum haben sie ihre speziellen Kleider, Mäntel und Tellröcke gesehen, verstehen viele, warum sie fast in jeder freien Minute näht: «Sie wollen dann wissen, wie ich das gemacht habe.»

«Endlich traf ich auf Gleichgesinnte»

Weil sie aber trotz allem nur wenige kennt, die genauso angefressen sind wie sie, zögerte sie nicht lange, als sie die Ausschreibung für die Vox-Show entdeckte. Tatsächlich wurde sie beim Casting als Kandidatin ausgewählt, gedreht wurde im letzten Frühling während einigen Wochen in Berlin.

Voigt würde es jederzeit wieder tun: «Natürlich ist Nähen unter Zeitdruck und vor den vielen Kameras nicht immer leicht, aber ich habe dabei auch viel gelernt.» Auch wenn sie von der Jury, zu der der Designer und «Shopping-Queen»-Juror Guido Maria Kretschmer gehört, kritisiert wurde: «Die Kritik ging nie gegen meine Person. Vielmehr erfuhr ich, wie gut ich tatsächlich im Nähen bin.»

Doch das Beste war für sie, dass sie endlich auf Gleichgesinnte traf, die genauso angefressen seien wie sie. Denn unter den Kandidaten herrschte laut Voigt kein Zickenkrieg wie bei anderen TV-Sendungen – im Gegenteil: «Wir diskutierten zusammen stundenlang über Stoffe, Schnittmuster und sind auch heute noch täglich im Kontakt.»

Die Sendung «Geschickt eingefädelt» wird noch bis am 8. Dezember jeweils am Dienstag um 20.15 Uhr auf Vox ausgestrahlt.

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