2 Franken pro Dose: Züri-Fäscht mit Depot-System

Aktualisiert

2 Franken pro DoseZüri-Fäscht mit Depot-System

Am Züri-Fäscht Anfang Juli erheben Bars und Beizen erstmals ein Depot für Petflaschen und Aludosen. Obs funktioniert, ist allerdings noch unklar.

von
Andrea Schmits
Die Chilbi findet diesmal auf der Landiwiese statt und nicht auf dem Sechseläutenplatz wie hier 2007. (keystone)

Die Chilbi findet diesmal auf der Landiwiese statt und nicht auf dem Sechseläutenplatz wie hier 2007. (keystone)

Zwei Millionen Besucher werden am Züri-Fäscht 2010 vom 2. bis 4. Juli erwartet. Diese sollen erstmals ein Depot von zwei Franken auf Petflaschen und Aludosen bezahlen und dafür einen Jeton erhalten. Mit dieser Massnahme will das Organisationskomitee den Abfallberg um 20 Prozent reduzieren gegenüber dem letzten Züri-Fäscht. Ob das System funktionieren wird, ist aber unklar: «Was bei einem Quartierfest kaum organisatorische Probleme verursacht, ist für das Züri-Fäscht eine Herausforderung», räumt OK-Präsident Robert Kaeser ein. Da Depots noch nie an solch einem grossen Fest eingesetzt wurden, fehlen Erfahrungen.

Ebenfalls neu ist, dass die Chilbi dieses Mal wegen der Bauarbeiten nicht wie gewohnt auf dem Sechseläutenplatz stattfinden kann und daher auf die Landiwiese verlegt wird. Auf dem stark verkleinerten Sechseläutenplatz wird stattdessen durch das Haus Hiltl eine Festzone aufgebaut. Eine Kuriosität ist zudem das Seeungeheuer: Die Inszenierung des Künstlers Markus Katterle wird mehrere Male schnaubend vom Utoquai zum Bürkliplatz schwimmen.

Über 450 S-Bahn-Extrazüge und weit über 1000 Tram- und Busverbindungen verkehren in beiden Festnächten durchgehend nach Spezialfahrplan. Der sonst übliche Nachtzuschlag entfällt.

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