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Züri-Metzgete neu im Oktober

Die von der UCI für die kommende Saison ins Lebenn gerufene ProTour der besten Profi-Mannschaften umfasst 30 Rennen. In der Schweiz gehören die Tour de Suisse, die Tour de Romandie sowie die in den Oktober verlegte Züri-Metzgete dazu.

Das wichtigste Rennen im Kalender bleibt die Tour de France gefolgt vom Giro d'Italia und von der Spanien-Rundfahrt, den beiden anderen dreiwöchigen Etappen-Rennen. Der Kalender für die kommende Saison wurde um diese drei Rundfahrten entworfen. Zur ProTour gehören Rennen, die in diesem Jahr den Weltcup- oder Hors-Catégorie-Status hatten, sowie die internationalen und nationalen Titelkämpfe. Die 18 in der ProTour engagierten Mannschaften müssen an diesen Prüfungen teilnehmen.

Die aktuelle UCI-Weltrangliste, die gleich der ATP-Entry-List im Tennis jede Woche aufgrund der Ergebnisse der letzten 52 Wochen geführt wird, wird abgeschafft. An ihre Stelle tritt ein Jahresklassement, das die Resultate des laufenden Jahres berücksichtigt. Dafür wurden die Rennen in vier Kategorien klassifiziert. Der Sieger der Tour de France erhält 100 Punkte, jener von Giro und Vuelta 85. In den kleineren Rundfahrten (Tour de Suisse, Tour de Romandie) sowie in den sogenannten Klassikern (Paris-Rubaix, Flandern-Rundfahrt, Flèche Wallonne und WM) werden 50 Punkte vergeben, in allen anderen Eintagesrennen (Züri-Metzgete) jeweils 40 Zähler. Im letzten Jahr hätte Tour-de-Suisse-Gewinner Alexander Winokurow diese Wertung vor Tyler Hamilton, Paolo Bettini und Lance Armstrong gewonnen.

Die grösste Veränderung für die Teams ist die Pflicht der Teilnahme an den 30 Rennen der ProTour. Es ist ihnen aber freigestellt, mit welcher Equipe sie jeweils starten. Die UCI erinnerte aber an die moralische Pflicht, "eine kompetitive Mannschaft" zu stellen. Klare formuliert sind dagegen andere Pflichten für die Teams: Ihr Lizenzantrag wird von einer unabhängigen Kontrollkommission auf finanzielle und auch ehtische Fragen geprüft. Dazu muss jede Sportgruppe einen einmaligen Beitrag von 100 000 Euro sowie einen jährlichen Betrag von 50 000 Euro entrichten.

Vor allem die Tour de Romandie dürfte vom neuen Modus profitieren, da sie ohne Konkurrenz im Kalender figuriert. Dagegen werden die Tour-de-France-Favoriten künftig kaum in der Tour de Suise zu sehen sein. Am Schlusstag der Schweizer Rundfahrt findet ab dem nächsten Jahr jeweils in Holland ein Mannschafts-Zeitfahren statt, das die meisten Team wohl als Test für die gleiche Prüfung in der Tour de France nutzen werden.

Wegen der Verschiebung der Deutschland-Tour vom Juni in den August, ändert auch das Datum der Züri-Metzgete. Die 91. Austragung des Traditionsrennens findet nun eine Woche nach den WM in Madrid am 2. Oktober statt und ist das erste von drei Klassikern zum Abschluss der Saison, die am 6. März mit Paris-Nizza beginnt.

Die ProTour ist aber nur bedingt eine geschlossene Gesellschaft. Zu den Rundfahrten können die Organisatoren vier weitere Teams einladen, zu Eintagesrennen gar sieben. Die Fahrer dieser Sportgruppen erhalten allerdings keine Punkte für die Jahreswertung. Auf der anderen Seite dürfen Equipen der ProTour, die 25 bis 28 Fahrer unter Vertrag haben sollten, an Rennen starten, die nicht im Kalender der ProTour figurieren.

(si)

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