Erdwärme: Zürich bewilligt Geothermieprojekt
Aktualisiert

ErdwärmeZürich bewilligt Geothermieprojekt

Das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz) will das Zürcher Stadtspital Triemli mit Wärme aus tiefen Erdschichten versorgen. Der Regierungsrat hat die nötigen Geothermiebohrungen und die Entnahme von heissem Grundwasser bewilligt.

Das in Zürich angewendete Geothermiesystem unterscheide sich wesentlich von jenem in Basel, hält der Regierungsrat in seiner Mitteilung vom Donnerstag fest. Das Basler Geothermie-Pilotprojekt wurde Ende 2006 gestoppt, nachdem es Erdbeben ausgelöst hatte.

Der Schweizerische Erdbebendienst schätzt das Erdbebenrisiko durch die Bohrungen in Zürich als «sehr gering» ein. Dennoch verlangt der Regierungsrat in der Konzession, dass während der Bohrungen die Erderschütterungen dauernd überwacht werden. Bei allfälligen ersten, geringen Erdstössen seien die Arbeiten sofort einzustellen.

Bohrungen bis in 3500 Metern Tiefe

Die Probebohrungen im Zürcher Triemli-Quartier bis in eine Tiefe von 3500 Metern sollen laut Regierungsrat nicht nur Erkenntnisse für das konkrete Projekt liefern. Sie dienten auch der Beschaffung von generellen Informationen über das Geothermie-Potenzial im Untergrund von Zürich, über das man bis heute nur wenig wisse.

Mit den Erkundungsbohrungen erhofft das Elektrizitätswerk, ausreichend Wasser mit einer Temperatur von rund 80 Grad zu finden. Über das Bohrloch kann das heisse Grundwasser entnommen und nach dem Wärmeentzug über ein zweites Bohrloch wieder in den Untergrund zurückgegeben werden. (sda)

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