Aktualisiert 24.05.2007 11:08

Zürich: Einheitliche Gymi-Prüfung positiv aufgenommen

Die Zürcher Regierungsrätin Regine Aeppli wertet die vor kurzem durchgeführte erste Zentrale Aufnahmeprüfung (ZAP) an den Zürcher Langgymnasien als Erfolg. 2008 werden auch die Kurzgymnasium das neue Modell übernehmen.

Die diesjährige Einführung der ZAP an kantonalen Langgymnasien hat zahlenmässig zu keinen grossen Veränderungen geführt. Die schriftliche Prüfung vom 8. Mai haben 1527 Schülerinnen und Schüler der 6. Primarklasse bestanden, das sind exakt gleich viel wie 2004 und 32 mehr als 2006, wie Aeppli am Donnerstag vor den Medien sagte.

Während im Kanton die Zahl der Sechstklässler mit 13 140 leicht abgenommen hat (2006: 13 292), sind die Anmeldungen zur Aufnahmeprüfung für das Gymnasium weiter angestiegen. Dieses Jahr traten 3536 oder 26,9 Prozent aller Sechstklässler zur Prüfung an. 2004 waren es noch 23,3 Prozent und 2006 24,9 Prozent gewesen. Dies sei, so Aeppli, unter anderem eine Folge des bestehenden Lehrstellenproblems.

Unterschiedliche Aufnahmequoten

Von den Angetretenen bestanden 43,2 Prozent die schriftliche Prüfung, das sind 2 Prozent weniger als 2006. Dass in den Bezirken Zürich und Meilen die Aufnahmequote mit 14 Prozent deutlich höher liegt als etwa in Winterthur (10,3 Prozent), führte Aeppli unter anderem auf soziodemographische Faktoren zurück.

Insgesamt sei die Zentralisierung ein Erfolg, sagte Aeppli. Die Vereinheitlichung der Prüfung habe keine negativen Überraschungen gebracht. Dies sei auch ein Hinweis darauf, dass die Volksschulen des Kantons Zürich gute Vorbereitungsarbeit leisteten. Der früher geäusserte Verdacht, die Gymnasien füllten ihre Klassen, um zu mehr Geld zu kommen, sei mit der ZAP klar widerlegt worden.

Noch im letzten Jahr führten die zwölf kantonalen Langzeitgymnasien vier verschiedene Prüfungen durch. Die ZAP ersetzt die bisherige Regelung. 2008 wird die ZAP auch an den Kurzzeitgymnasien und Handelsmittelschulen umgesetzt.

(sda)

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