Aktualisiert 23.10.2003 19:43

Zürich entlarvte 2002 über 1300 Steuersünder

Im Kanton Zürich wurden letztes Jahr über 1300 Fälle an Steuerhinterziehung aufgedeckt – so viele wie nie zuvor.

Die Zahl der Strafverfahren wegen Steuerhinterziehung haben im Kanton Zürich 2002 im Vergleich zur Vorjahresperiode um über

30 Prozent zugenommen. «Seit 1997 haben sich die

Fälle sogar verdoppelt», teilt Bernhard Greminger vom kantonalen Steueramt Zürich auf Anfrage von 20 Minuten mit. Greminger: «Damals registrierten wir noch 601 Fälle, fünf Jahre später ist

die Zahl auf über 1300 gestiegen.»

Wer als Steuersünder ertappt wird, muss tief in die Tasche greifen: Die Busse beträgt zwischen einem Drittel bis zum Dreifachen der hinterzogenen Steuer. Jene, die plötzlich ein schlechtes Gewissen bekommen und sich selbst anzeigen, müssen noch einen Fünftel berappen. Das kantonale Steueramt stellte den Übeltätern letztes Jahr über 35 Millionen Franken an Bussen und Nachsteuern in Rechnung. Und im laufenden Jahr soll diese Summe noch massiv ansteigen: Der 1999 gegründete Spezialdienst – sozusagen eine Fahndungstruppe für Steuersünder – erwartet bis Ende 2003 zwar einen Rückgang der

Fälle, dafür seien «grössere Fische» darunter.

Der Grossteil der Steuersünder wurde aus ein und demselben Grund gebüsst: Sie hatten ihre Nebenverdienste nicht angegeben.

Markus Fleischli

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