Aktualisiert 31.05.2004 23:20

Zürich: FDP fährt VCS an den Karren

Die Zürcher FDP will dem Verbandsbeschwerderecht an den Kragen. Grund ist der VCS-Entscheid der vergangenen Woche, den Stadionrekurs ans Verwaltungsgericht weiterzuziehen.

«Der Vorstand hat sich geschlossen dafür ausgesprochen, dass das Verbandsbeschwerderecht abgeschafft werden sollte», so die FDP-Parteipräsidentin Doris Fiala gestern. Ihre Partei sei auch für Nachhaltigkeit in der Umwelt, aber mit seinem Gebaren erweise der Verkehrs-Club der Schweiz VCS den anderen 29 Verbänden im Land, etwa dem WWF oder dem Denkmalschutz, einen Bärendienst.

Grund dafür ist der Weiterzug der VCS-Beschwerde der Zürcher Sektion ans kantonale Verwaltungsgericht. Diese steht aber auf wackligen Beinen. Aus der Zentrale aus Bern folgte nämlich das Dementi: Der Zürcher Rekurs sei ohne Okay aus der Bundeshauptstadt ungültig.

Die Zürcher Sektion des VCS musste nach den unzähligen verbalen Attacken am Samstag auch Sachbeschädigungen in Kauf nehmen: Das Gebäude an der Zypressenstrasse 76 wurde mit Farbbeuteln und Eiern beworfen. Laut Polizeiangaben drohten die Übeltäter mit weiteren Aktionen.

Daniel Zumoberhaus

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