Aufruf von Natalie Rickli: Zürich findet zu wenig impfwillige Senioren
Publiziert

Aufruf von Natalie RickliZürich findet zu wenig impfwillige Senioren

Im Kanton Zürich hat es noch zahlreiche freie Termine für Corona-Impfungen. Ein Aufruf am Mittwoch hat gewirkt – aber nur teilweise.

von
Thomas Mathis
1 / 4
Natalie Rickli wollte mehr Impfdosen, nun sucht sie impfwillige Senioren.

Natalie Rickli wollte mehr Impfdosen, nun sucht sie impfwillige Senioren.

20min/Celia Nogler
Insgesamt stehen im April 90’000 Termine zur Verfügung.

Insgesamt stehen im April 90’000 Termine zur Verfügung.

20min/Marco Zangger
Am Donnerstagmorgen waren noch 12’000 Termine frei.

Am Donnerstagmorgen waren noch 12’000 Termine frei.

20min/Marco Zangger

Darum gehts

  • 90’000 Impftermine stehen im Kanton Zürich im April zur Verfügung.

  • Doch fast jeder achte Termin ist noch frei.

  • Natalie Rickli wendet sich nun direkt an die Seniorinnen und Senioren.

Zuerst beklagte sich SVP-Regierungsrätin Natalie Rickli bei Bundesrat Alain Berset, dass der Kanton zu wenige Impfdosen erhalten habe. In der Zwischenzeit sind die kantonalen Impfzentren offen und es ist mehr Impfstoff vorhanden. Doch längst sind nicht alle Termine ausgebucht. Derweil warten Personen aus noch nicht freigeschalteten Impfgruppen auf einen Termin.

Rickli wendet sich nun aktiv an die Seniorinnen und Senioren, sich für die zur Verfügung stehenden Termine einzuschreiben. «Liebe Über-65-Jährige, es hat noch 18’000 freie Impftermine im April», schrieb sie am Mittwoch auf Twitter. Gleichzeitig versendete der Kanton eine entsprechende Medienmitteilung. Dieser Aufruf hat gewirkt – aber nur teilweise. Von den 90’000 Terminen sind am Donnerstag immer noch 12’000 Termine im April verfügbar. Das entspricht fast jedem achten Termin. Die Anmeldung ist seit dem 29. März möglich.

«Rücklauf entspricht Erwartungen»

Warum? Bei der Gesundheitsdirektion heisst es auf Anfrage, dass der Rücklauf bei Registrierungen und Terminbuchungen etwa den Erwartungen entspreche. «Dabei muss man berücksichtigen, dass bereits 140’000 Personen geimpft wurden», sagt Sprecherin Lina Lanz. Zudem gebe es auch Personen, die sich gern bei ihrem Arzt oder ihrer Ärztin impfen lassen möchten und dort auf der Warteliste stehen. Insgesamt seien 500 Arztpraxen mit je hundert Dosen beliefert worden. Weitere Praxen folgen.

Geplant ist, dass Ende April die nächsten Impfgruppen freigegeben werden. «Bei Bedarf könnte das auch vorgezogen werden», so Lanz. Ab Mai soll die breite Bevölkerung an der Reihe sein.

Derzeit erhalten Personen mit den Impfgruppen A bis E Termine für eine Impfung. Das sind Personen ab 65 Jahren und Personen mit chronischen Erkrankungen. Personen ab 16 Jahren können sich online für eine Corona-Impfung registrieren. Nach derzeitiger Planung wird das noch nicht geimpfte Gesundheitspersonal voraussichtlich gegen Ende April Termine buchen können und die breite Bevölkerung ab Mai, teilt der Kanton mit.

Deine Meinung