Zürich im Tango-Fieber
Aktualisiert

Zürich im Tango-Fieber

Von morgen Samstag bis am 31. Juli findet in Zürich zum 10. Mal die Zürcher Tangowoche statt. 2500 Tangeros aus der ganzen Welt werden erwartet.

it drei Konzerten, drei Bällen und über 50 Kursen gibt sich die Stadt Zürich ab Samstag dem Tango Argentino hin. Die 10. Zürcher Tangowoche dauert bis zum 31. Juli.

Was klein begann, ist mittlerweile zum international anerkannten Festival angewachsen: Die Organisatoren erwarten gemäss Communiqué 2500 Tanzbegeisterte aus dem In- und Ausland. Jeden Abend finden in den Zürcher Tangolokalen Veranstaltungen statt.

In 52 Kursen vermitteln Profis aus Argentinien und Europa die Technik. Und vor den Bällen werden Schnupperkurse für Anfängerinnen und Anfänger angeboten. Bei wem hier die Leidenschaft für diesen gefühlvollen Tanz geweckt wird, bei dem beginnt auch ein Leidensweg- denn Tango lernen heisst auch üben, üben, üben.

Aus dem Hafenviertel Buenos Aires

Der Tango Argentino entstand Ende des 19. Jahrhunderts im Hafenviertel La Boca der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires. Die Milonga, eine fröhliche Mischung aus afrikanischer, kreolischer und spanischer Musik, entwickelte sich nach und nach zum Tango der Armen.

Die Quartiere um den Hafen waren damals überschwemmt von Einwanderern aus Europa. Die Wehmut der armen Leute, die sich nach ihrer Heimat sehnten und über ihr Leben in der Neuen Welt enttäuscht waren, prägten den Tango und verliehen ihm seinen typischen melancholischen und doch leidenschaftlichen Charakter.

Lange Zeit galt der Tango in den höheren Gesellschaftsschichten Argentiniens und auch in Europa als anrüchig. Die Wende kam Anfang des 20. Jahrhunderts: Die Pariser Gesellschaft entdeckte den neuen Tanz für sich - der Tango wurde salonfähig.

(sda)

Deine Meinung