Aktualisiert 23.08.2005 19:38

Zürich kam mit einem blauen Auge davon

Die Hochwasserlage hat auch die Feuerwehren Zürichs auf Trab gehalten. Kunst und Chemikalien mussten evakuiert werden. Das Parkhaus Gessnerallee war ebenfalls bedroht.

«Zürich ist mit einem blauen Auge davongekommen», bilanziert Patrick Mauron, Mediensprecher von Schutz und Rettung Zürich. Entschärft sei die Hochwasserlage in Zürich zwar noch nicht, aber zumindest stabil, sagte er gestern.

Nach wie vor seien Einsatzkräfte entlang der Limmat stationiert. Keller mussten ausgepumpt und die Gefahr der Wassermassen mit Sandsäcken gebannt werden. Der Vorrat von 1200 Stück sei schnell aufgebraucht gewesen.

300 Feuerwehrmänner waren im Dauereinsatz. Allein für die Stadt gingen 45 Alarmierungen ein. In die südliche Region des Kantons Zürich rückte die Feuerwehr 275-mal aus. An den Wasserläufen von Sihl und Limmat mussten zum Beispiel Chemikalien aus zwei Chemiefirmen evakuiert werden.

Auch zwei private Kunstsammlungen an der Brunaustrasse sowie an der Gessnerallee seien gerade noch rechtzeitig vor den Wassermassen in Sicherheit gebracht worden.

«Der hohe Wasserpegel der Sihl bedrohte wegen statischer Probleme auch das Parkhaus Gessneralle», sagt Mauron. Wegen Überflutung musste sogar die SZU-Haltestelle Selnau sowie die Unterführung Giesshübel gesperrt werden.

Alexandra Roder

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