Aktualisiert 21.04.2006 09:16

Zürich: Milliarden dank Bundes-Gold

Die Staatsrechnung 2005 des Kantons Zürich schliesst mit einem Überschuss von 1,3 Milliarden Franken ab. Das sehr gute Ergebnis ist dem Nationalbankgold zu verdanken.

Fast 1,6 Milliarden Franken hat der Kanton Zürich aus dem Erlös der Goldreserven der Schweizerischen Nationalbank (SNB) erhalten. Ohne SNB-Gold hätte die Staatsrechnung 2005 mit einem Aufwandüberschuss von 273 Millionen abgeschlossen.

Der Ertragsüberschuss von 1,3 Milliarden Franken der am Freitag präsentierten Staatsrechnung resultiert aus dem Gesamtaufwand von 10,4 Milliarden und dem Gesamtertrag von 11,8 Milliarden.

Gegenüber dem Budget 2005 fiel der Ertrag um fast 1,7 Milliarden Franken besser aus. Und der Aufwand war um 126 Millionen höher. Der Voranschlag hatte mit einem Defizit von 485 Millionen gerechnet.

Wie die Zürcher Staatsrechnung weiter zeigt, betrugen die Nettoinvestitionen im letzten Jahr 716 Millionen Franken. Die Nettoinvestitionen und der Ertragsüberschuss in der Laufenden Rechnung führten zu einem Finanzierungsüberschuss von knapp 1,3 Milliarden. Der Selbstfinanzierungsgrad lag bei 278 Prozent.

Sanierungsmassnahmen abgeschwächt

Schliesslich hat der einmalige Golderlös auch positive Folgen für das Eigenkapital und die Verschuldung des Kantons Zürich. Die Verschuldung verminderte sich von 5,55 auf 4,22 Milliarden Franken, und das Eigenkapital erhöhte sich von 0,7 auf 2,0 Milliarden.

In seiner Beurteilung schreibt der Zürcher Regierungsrat, dass das SNB-Gold die finanzielle Lage des Kantons deutlich verbessert habe. Es habe vor allem mitgeholfen, noch einschneidendere Massnahmen im laufenden Sanierungsprogramm zu vermeiden. Jetzt müsse die aktuelle Finanzlage nachhaltig gesichert werden. (sda)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.