Luga-Eröffnung: Zürich präsentiert sich in Luzern als Garten
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Luga-EröffnungZürich präsentiert sich in Luzern als Garten

Auf der Luzerner Allmend ist am Freitag die Luga-Messe eröffnet worden. An der 36. Ausgabe lädt der Gastkanton Zürich die Besucher in «Familie Zürchers Garten» ein.

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sda/pz
Mit dem Garten-Auftritt will Zürich zeigen, dass der Kanton mehr ist als lediglich eine Stadt.

Mit dem Garten-Auftritt will Zürich zeigen, dass der Kanton mehr ist als lediglich eine Stadt.

Zur Eröffnung versuchten Festredner mit Stadt-Land-Vorurteilen aufzuräumen. Die Luga dauert bis zum 3. Mai. 450 Aussteller präsentieren ihre Produkte aus Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur. Bewährte Attraktionen wie die Määrthalle mit Degustationen und der Streichelzoo fehlen auch dieses Jahr nicht. Im vergangenen Jahr zählte die grösste Erlebnismesse in der Zentralschweiz gegen 115'000 Besucherinnen und Besucher.

Die Zürcher Regierungspräsidentin Regine Aeppli äusserte sich in ihrer Rede an der Luga-Eröffnung vor rund 500 Gästen versöhnlich. Obwohl Luzern darauf verzichtet habe, Gast am Sechseläuten in Zürich zu sein, sei Zürich sehr gerne bereit gewesen, an der Luga in Luzern aufzutreten, sagte sie. Die Zürcher hätten den Luzernern gerne einen Stein in den Garten werfen und ihnen etwas zu liebe tun wollen. Mit dem Garten-Auftritt wolle Zürich zeigen, dass der Kanton mehr sei als lediglich eine Stadt, sagte Aeppli. Gleichzeitig seien Gärten heutzutage nicht nur mit der Landwirtschaft oder dem Lande gleichzusetzen, sondern gehörten auch in das Bild einer Stadt.

Aussichtsturm als Attraktion

Mit Stadt-Land-Vorurteilen räumte auch der Luzerner Stadtpräsident Stefan Roth auf. Das beste Mittel um Vorteile zu widerlegen, seien Begegnungen wie jene an der Messe in Luzern. Der Luzerner Regierungspräsident Reto Wyss gestand ein, dass trotz vieler Vorurteile Zürich für Luzern ein wichtiger Partner und in vielem Richtschnur und Massstab sei.

Der Gastkanton Zürich präsentiert sich an der Luga in einer riesigen Gartenlandschaft mit Blumenbetten, Waldstücken und einem See. Augenfälligste Attraktion ist ein sieben Meter hoher Holzturm, von dessen Aussichtsplattform die Besucher weit über «Familie Zürchers Garten» blicken können. Zimmerleute im zweiten Lehrjahr der gewerblichen Berufsschule Wetzikon bauten den Turm. Die Bepflanzung des Gartens, die unter anderem eine echte, sechs Meter hohe Kastanie beinhaltet, übernahmen Gärtnerlernende.

Sonderschau heisst «Food waste»

Die diesjährige Sonderschau der Luga heisst «Food waste». Sie gibt den Besuchern Tipps für die Menüplanung, den Einkauf, zur Lagerung zu Hause oder zur Verwertung von Resten. Die Ausstellung steht in Zusammenhang mit dem dreijährigen Aktionsprogramm des Kantons Luzern mit dem Ziel, die Nahrungsmittelverschwendung zu reduzieren. Die Origami-Kampagne, die an der vergangenen Luga gestartet wurde, wird dieses Jahr fortgesetzt. Der Origami-Künstler Sipho Mabona lässt aus einem einzigen Papierstück einen zweieinhalb Meter grossen Schwan entstehen.

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