Lichterlöschen für «Lucy»?: Zürich prüft wegen Strommangel Verzicht von Weihnachtsbeleuchtung 

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Lichterlöschen für «Lucy»?Zürich prüft wegen Strommangel Verzicht von Weihnachtsbeleuchtung 

Nächste Woche lanciert der Bund eine Stromsparkampagne, an der sich diverse Schweizer Städte anschliessen. Auch die Weihnachtsbeleuchtung «Lucy» könnte davon betroffen sein.

von
Daniel Krähenbühl
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Wegen des Strommangels sollen während der Adventszeit weniger Lichter brennen.

Wegen des Strommangels sollen während der Adventszeit weniger Lichter brennen.

Tamedia/Ela Çelik
Auch die Weihnachtsmärkte sollten diesen Winter weniger beleuchtet werden.

Auch die Weihnachtsmärkte sollten diesen Winter weniger beleuchtet werden.

20min/Marco Zangger
Auch die Stadt Zürich bestätigt auf Anfrage der Zeitung, dass sie prüft, ob die Weihnachtsbeleuchtung reduziert oder ob gar ganz darauf verzichtet wird. 

Auch die Stadt Zürich bestätigt auf Anfrage der Zeitung, dass sie prüft, ob die Weihnachtsbeleuchtung reduziert oder ob gar ganz darauf verzichtet wird. 

20min/Marco Zangger

Nächste Woche startet die Stromsparkampagne des Bundes. Mit verschiedenen Massnahmen wollen die Städte die Kampagne unterstützen. «Das Ziel ist, dass die Städte schweizweit möglichst koordiniert handeln», sagt der Berner Gemeinderat Reto Nause in der «NZZ am Sonntag». «Vorgesehen ist, in einem ersten Schritt in sämtlichen Gebäuden der öffentlichen Verwaltung die Raumtemperatur zu senken», sagt Nause, der die Energie- und klimapolitische Kommission des Städteverbandes präsidiert.

Die Städte wollen die Wassertemperaturen in den Hallenbädern und in den Fahrzeugen des städtischen öffentlichen Verkehrs senken. Zudem sollen während der Adventszeit weniger Lichter brennen: «Wir diskutieren im Städteverband darüber, die Weihnachtsbeleuchtung einzuschränken oder ganz darauf zu verzichten.» Auch die Weihnachtsmärkte sollten diesen Winter weniger beleuchtet werden. Auch die Stadt Zürich bestätigt auf Anfrage der Zeitung, dass sie prüft, ob die Weihnachtsbeleuchtung reduziert oder ob gar ganz darauf verzichtet wird. 

Zeitliche Beschränkung der Beleuchtung?

Milan Prenosil, Präsident der Zürcher City-Vereinigung, betont die Wichtigkeit der Zürcher Bahnhofstrassenbeleuchtung «Lucy»: «Ein Verzicht auf ‹Lucy› würde die durch Corona bereits negativ beeinflusste Konsumentenstimmung noch weiter trüben.»  Allenfalls könnte die Betriebsdauer am Abend und Morgen verkürzt werden. «Wenn zu diesen Zeiten auch die Detailhändler freiwillig auf ihre Schaufensterbeleuchtung verzichten würden, hätte dies mehr als nur symbolische Bedeutung», sagt Prenosil.

Da die Weihnachtsbeleuchtung in vielen Städten von Geschäftsvereinigungen organisiert wird und nicht von den Städten selbst, dürfte die Umsetzung einer Reduktion oder eines Verzichts sowieso schwierig werden: Solange sich die Schweiz in der Massnahmenstufe eins des Bundes mit freiwilligen Appellen befindet, können die Städte keine Sparvorschriften machen. Erst ab Stufe drei sind vom Bundesrat verbindliche Einschränkungen möglich.

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