Aktualisiert 05.03.2008 23:56

Zürich: Robidogs verschwinden

Der Hai-Dog
verdrängt den Robidog.
Nun sollen die grünen
Kotkästen ganz von der
Stadtzürcher Bildfläche
verschwinden.

von
Alexandra Roder

Keine drei Jahre ist es her, da feierte Feldschlösschen den Robidog als «grosse Errungenschaft eines kleinen Landes». Jetzt, 27 Jahre nach der Geburtsstunde der preisgekrönten Erfindung des Thuner Schreiners Joseph Rosenast, erklärt die Stadt Zürich den grasgrünen Hundekot-Entsorger zum Auslaufmodell.

«Die Robidogs werden sukzessive entfernt», bestätigt ERZ-Mediensprecherin Stephanie Wyss auf Anfrage von 20 Minuten. Verdrängt werden die Koteinwurfstationen von den Hai-Dogs, einer erweiterten Version des silbrigen Chromstahlkübels, der 2003 erstmals auf der Stadtzürcher Bildfläche erschien. Am Anfang nur zögerlich platziert, hat dieser im letzten Jahr nun stark an Terrain gewonnen. 2006 zählte man 25 Hai-Dogs und 600 Robidogs. 2007 waren es bereits 100 silbrige und nur noch 500 grüne Kotschlucker.

Nun hat der gefrässige Hai das Rennen definitiv für sich entschieden. Ausschlaggebend für den Entscheid sei aber nicht etwa die Ästhetik, sondern die Benutzerfreundlichkeit gewesen. Der Hai ist ein Allesfresser und schluckt in der Ausführung Hai-Ascher-Dog neben Kot auch Zigarettenkippen.

Erfinder Rosenast (78) ist enttäuscht: «Ich kann nicht verstehen, dass die Zürcher ein weltweit bekanntes und geschätztes Produkt einfach so verhunzen.»

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