Luzern: Zürich rückt näher - und die Mieten steigen

Aktualisiert

LuzernZürich rückt näher - und die Mieten steigen

Die direkte Autobahnverbindung nach Zürich freut nicht alle: Der Luzerner Mieterverband befürchtet einen massiven Druck auf die Mietpreise.

von
Markus Fehlmann

Am 13. November erhält der Kanton Luzern eine direkte ­Autobahnverbindung nach Zürich – die Fahrzeit wird noch etwa 35 Minuten betragen. Wirtschaft und Tourismus sind begeistert, dass die beiden Zentren zusammenrücken.

Skeptischer blickt dagegen der Mieterverband Luzern der Zukunft entgegen. «Luzern wird zwar als Standort attrak­tiver, dies wird ­allerdings zu ­einem massiven Druck auf die Mietpreise führen», sagt Geschäftsleiter Beat Wicki. Er befürchtet, dass neue Wohnungen vor allem in den Regionen Seetal und Rontal viel teurer werden. «Für Personen mit ­tiefem Einkommen könnte es schwierig werden, eine güns­tige Wohnung zu finden.»

Der Mieterverband verlangt deshalb, dass Stadt und Gemeinden in Zukunft Wohnbaugenossenschaften stärker unterstützen, weil diese günstigen Wohnraum schaffen. Konkret soll den Genossenschaften zum Beispiel mehr Bauland ­bereitgestellt werden. «Bei öffentlichen Ausschreibungen können diese oft nicht mithalten», begründet Wicki. Weiter prüft der Verband, die Initiative «Für zahlbares und attrak­tives Wohnen» in der Stadt Luzern neu zu lancieren.

Die Initiative wurde Ende September zwar vom kanto­nalen Stimmvolk insgesamt ­verworfen, fand in Luzern und ­Littau aber eine Ja-Mehrheit.

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