Zürich sagt deutlich Ja zum sozialen Wohnungsbau
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Zürich sagt deutlich Ja zum sozialen Wohnungsbau

Vier von fünf Stimmberechtigten der Stadt Zürich haben am Sonntag den Krediten zur Förderung des sozialen Wohnungsbaus zugestimmt.

Zur Abstimmungen standen zwei Kredite. Der eine in der Höhe von 30 Millionen Franken ist für die Förderung des allgemeinen gemeinnützigen Mietwohnungsbau bestimmt. Er wurde mit 79,2 Prozent Ja-Stimmen angenommen.

Der zweite Kredit über 60 Millionen Franken dient der Erhöhung des Eigenkapitals der Stiftung Alterswohungen (SAW). Ihm haben die Zürcherinnen und Zürcher sogar mit 86,1 Prozent Ja-Stimmen zugestimmt. Die Stimmbeteiligung betrug 27,6 Prozent.

Mit den 30 Millionen Franken der Wohnbauaktion werden Renovationsarbeiten und Neubauten von Genossenschaften, Stiftungen und Vereinen subventioniert, die ihre Wohnungen nicht gewinnbringend vermieten.

Die Stadt fördert den sozialen Wohnungsbau auf diese Art bereits seit 1942. Mit dem vom Volk nun gutgeheissenen Kredit wird erstmals auch das Wohneigentum gefördert. Dafür sind 5 der 30 Millionen Franken vorgesehen.

Derzeit gibt es in der Stadt Zürich rund 50 000 gemeinnützige Wohnungen, was einem Viertel des gesamten Wohnungsbestandes entspricht.

Alterswohnungen den modernen Bedürfnissen anpassen

Der zweite Kredit von über 60 Millionen Franken kommt der Stiftung Alterswohnungen zugute. Diese wurde 1950 von der Stadt gegründet, um Alterssiedlungen zu erstellen und zu betreiben.

Mit dem zusätzlichen Eigenkapital der mittlerweile selbstständigen Stiftung werden Sanierungen und Umbauten der insgesamt 1940 Alterswohnungen umgesetzt. Insbesondere wird die SAW sich den Bedürfnissen der Mieter anpassen und diverse Einzimmerwohnungen zu Zweizimmerwohungen umwandeln.

Für die nächsten Jahre sind in 17 Alterssiedlungen Sanierungen geplant, deren 9 sollen abgerissen und neu erstellt respektive erweitert werden.

(sda)

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