Zürich: Sieben Jahre Haft für Tötungsversuch an Bruder und Exfreundin
Aktualisiert

Zürich: Sieben Jahre Haft für Tötungsversuch an Bruder und Exfreundin

Vor dem Geschworenengericht in Zürich ist ein Thailänder wegen versuchter Tötung zu einer siebenjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden.

Der Mann hatte im April 2005 seinen Bruder und seine damalige Freundin in deren Wohnung in Dübendorf mit einem Messer angegriffen. Die Geschworenen erachteten es als erweisen, dass der 33-Jährige den Tod der beiden in Kauf genommen habe. Sie befanden ihn der versuchten vorsätzlichen Tötung, der Körperverletzung und Tätlichkeiten für schuldig. Weil der nicht geständige Mann zur Tatzeit unter starkem Alkoholeinfluss gestanden hatte, wurde ihm jedoch verminderte Zurechnungsfähigkeit attestiert. Deshalb blieb das Gericht mit der siebenjährigen Freiheitsstrafe drei Jahre unter dem Antrag der Staatsanwältin. Die Verteidigung hatte auf zehn Monate bedingt plädiert. Der zwei Jahre jüngere Bruder des Täters hatte vor Gericht zwar früheren Aussagen widersprochen und die Tötungsabsicht des Angeklagten bestritten. Die Geschworenen beriefen sich jedoch auf die frühere Version und die Ausführungen der Exfreundin des Täters. Ihr wurden ein noch festzulegender Schadensersatz sowie eine Genugtuung von 8000 Franken zugesprochen, ihre dreijährigen Töchter, die alles mitbekommen hatten, erhalten je 1000 Franken Genugtuung. (dapd)

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