Schmieranlagen:: Zürich soll bald quietschfrei sein
Aktualisiert

Schmieranlagen:Zürich soll bald quietschfrei sein

Das Quietschen der Trams hat ein Ende: Mit 117 Schmieranlagen wollen die VBZ die
Stadt bis Ende Jahr weitgehend geräuschfrei machen.

von
Alexandra Roder

Der Mensch, der mit schmerzverzerrtem Gesicht an der Tramhaltestelle wartet und sich die Ohren zuhält, dürfte bald gänzlich aus dem Stadtbild verschwunden sein. Denn spätestens Ende 2008 läuft auf den 166 Kilometern Tramschienen der Stadt Zürich alles wie geschmiert. «117 Schmieranlagen sollen dafür sorgen, dass Zürich weitgehend quietschfrei wird», sagt VBZ-Sprecherin Daniela Tobler auf Anfrage. Diese drücken, sobald ein Tram naht, Fett in die Schienen und verhindern so das ohrenbetäubende, nervtötende Kurvenkreischen.

Die ersten Anlagen wurden bereits 2002 in einer Testphase installiert. In den letzten Jahren wurde das System weiterentwickelt und ausgebaut. Die an Tramlinien wohnende Bevölkerung dankt es den VBZ: «Auf der Hotline verzeichnen wir deutlich weniger Klagen», sagt Tobler. Bald werden es wohl gar keine mehr sein. Deshalb würden künftig auch die orangefarbenen Schmierfahrzeuge kaum noch zum Einsatz kommen.

Das Problem des Kurvenkreischens kennen auch die SBB. Beim Bahnhof Stadelhofen wurden Ende No­vember 2007 drei Anlagen in ­Betrieb genommen: «Unsere Experten haben Lärm­emissions-Messungen durchgeführt, diese werden momentan ausgewertet», sagt SBB-Mediensprecher Roman Marti.

Trams für die Ukraine

Im nächsten Winterhalbjahr werden weitere ausrangierte, über 40-jährige Zürcher Trams in die ukrainische Stadt Vinnitsa geliefert. Dies schreibt der Zürcher Regierungsrat in einer Antwort auf ein FDP-Postulat aus dem Kantonsrat. Die Überholung und den Transport finanziert der Bund. Ingesamt werden höchstens 58 Tram-Fahrzeuge in die Ukraine verschenkt. Nach Abschluss des Seco-Projekts seien keine weiteren Tramlieferungen mehr vorgesehen.

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