Super League: Zürich sündigt im Abschluss
Aktualisiert

Super LeagueZürich sündigt im Abschluss

Der FCZ kommt trotz einem Chancenplus gegen dezimierte St. Galler nur zu einem Punkt. Zu reden geben aber ein Abseitstor und ein Platzverweis.

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Perfekter Einstand: Murat Yakin feiert im ersten Spiel den ersten Sieg.

Perfekter Einstand: Murat Yakin feiert im ersten Spiel den ersten Sieg.

Keystone/Walter Bieri
Mann des Spiels: Trotz Niederlage zeichnet sich Pajtim Kasami als Torschütze sowie mit einem Assist aus und drückt dem Sittener Spiel seinen Stempel auf.

Mann des Spiels: Trotz Niederlage zeichnet sich Pajtim Kasami als Torschütze sowie mit einem Assist aus und drückt dem Sittener Spiel seinen Stempel auf.

Keystone/Walter Bieri
Traumtor: Emil Bergström knallt das Leder aus 25 Metern volley zum 2:2 in die Maschen.

Traumtor: Emil Bergström knallt das Leder aus 25 Metern volley zum 2:2 in die Maschen.

Keystone/Marcel Bieri

Der FC Zürich musste sich im Heimspiel gegen St. Gallen mit einem Remis begnügen. Mit einem 5-4-0-System retteten sich die Gäste im Letzigrund in Unterzahl zu einem 1:1.

Der FCZ rannte an, er drückte, war überlegen und liess nichts unversucht. Doch bis zuletzt prallte er in seinen Bemühungen am St. Galler Abwehrbollwerk ab. Eine Unachtsamkeit hatte in der 51. Minute zum entscheidenden Gegenschlag durch Danijel Aleksic geführt. Ein langer Ball von Andreas Wittwer erreichte den losgelaufenen, nach dem Seitenwechsel eingewechselten FCSG-Joker, der vor Andris Vanins die Ruhe behielt und zum Ausgleich traf. Zu diesem Zeitpunkt führte der FCZ dank des zweiten Saisontreffers von Moussa Koné (19.), und die Gastgeber waren dem zweiten Treffer bedeutend näher als die in der Offensive so gut wie inexistenten St. Galler.

Beleidigung mit Folgen

Das 1:1 retteten die Gäste trotz der knapp 40-minütigen Unterzahl nach einer verbalen Entgleisung von Gjelbrim Taipi in der Folge auch mit dem Glück des tüchtigen über die Zeit. Ein Abschluss von Roberto Rodriguez aus bester Position landete an der Latte (79.) - wie schon zuvor eine Rettungsaktion von Verteidiger Karim Haggui (48.). Dazu agierte Koné bei einem gefährlichen Angriff zu kompliziert. Anstatt den Abschluss zu suchen, spielte er im Strafraum einen Querpass in die Füsse der St. Galler Verteidiger (68.).

«Schade, es ist vieles gut gelaufen und einmal, beim 0:1, haben wir geschlafen. Wir hatten einige Chancen für den Siegtreffer», befand FCZ-Trainer Uli Forte, während sich Giorgio Contini über den Punkt freute. «Wir haben gezeigt, wie viel Herzblut in unserer Mannschaft steckt», sagte der Coach der St. Galler mit Verweis auf die Querelen auf der Führungsebene, die den Blätterwald unter der Woche beherrscht hatten, die seine Schützlinge auf dem Platz aber gekonnt ausblendeten.

Mit dem ungenügenden Ergebnis bietet der FCZ den Young Boys die Chance, am Sonntag im Heimspiel gegen Lugano die Tabellenspitze zu erobern.

Zürich - St. Gallen 1:1 (1:0)

10'230 Zuschauer. - SR Jaccottet.

Tore: 19. Koné (Rodriguez) 1:0. 51. Aleksic (Taipi) 1:1.

Zürich: Vanins; Nef, Bangura, Brunner; Winter (73. Voser), Rüegg (73. Palsson), Sarr, Pa Modou (82. Haile-Selassie); Koné, Frey, Rodriguez.

St. Gallen: Lopar; Koch, Haggui, Hefti, Wittwer; Taipi, Kukuruzovic; Tafer (46. Aleksic), Barnetta (58. Wiss), Aratore (82. Musavu-King); Buess.

Bemerkungen: Zürich ohne Alesevic, Kempter, Kryeziu, Schönbächler, Marchesano (alle verletzt) und Dwamena (nicht im Aufgebot). St. Gallen ohne Toko, Tschernegg, Adonis Ajeti (alle verletzt). 48. Kopfball von Haggui an die Latte des St. Galler Tors. 79. Lattenschuss Rodriguez. 55. Rote Karte gegen Taipi (Unsportlichkeit).

Verwarnungen: 42. Haggui (Foul). 53. Winter (Foul). 93. Koné (Foul). (sda)

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