Zürich: Veterinäramt verletzt den Datenschutz

Aktualisiert

Zürich: Veterinäramt verletzt den Datenschutz

Veterinäramt verärgert Hundebesitzer: Mit dem Antragsformular für die Aufhebung des Leinen- und Maulkorbzwangs verletzte das Amt den Datenschutz. Der Fragebogen wurde jetzt geändert.

Für ihren 15-jährigen Rüden Charly wollte Delphine Schelker aus Zürich beim Veterinäramt eine Ausnahmebewilligung beantragen, damit er von der Leinen- und Maulkorbpflicht befreit wird. Das Obligatorium gilt seit Ende 2005 für vier als gefährlich eingestufte Hunderassen.

Beim Ausfüllen des Fragebogens fiel ihr allerdings beinahe der Kugelschreiber aus der Hand. «Stellen Sie die Liste aller Personen zusammen, die in ihrem Haushalt leben oder regelmässig Kontakt mit Ihrem Hund haben», steht da etwa geschrieben. Dazu müssen dem Veterinäramt Name, Alter, Geschlecht und Beziehung zu den Befragten angeben werden. «Das geht zu weit», ärgerte sich Hundehalterin Schelker und informierte den kantonalen Datenschützer Bruno Baeriswyl.

Man habe geprüft, ob der Fragebogen mit den Grundsätzen des Datenschutzes übereinstimmt, sagte Baeriswyl auf Anfrage. Und weiter: «Wir sind auf mehrere Punkte gestossen, die nicht zulässig sind.» Der Fragebogen musste nun vom Veterinäramt abgeändert worden.

Das freut die Hundefreunde vom American Pitbull Club Schweiz. «Das Formular hat auch bei uns kontroverse Diskussionen ausgelöst», sagte Aktuar Andreas Schirgi.

Alexandra Roder

Deine Meinung