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Zürich: Volksinitiative zum Patumbah-Park lanciert Initianten bekämpfen Bauprojekt

Eine 2005 diskutierte und dann verworfene Volksinitiative zur Erhaltung des Patumbah-Parks in Zürich-Riesbach ist jetzt doch lanciert worden.

Die Initianten wollen damit ein Bauprojekt verhindern und den Park in seiner Gesamtheit retten. Hinter der am Montag lancierten Volksinitiative stehen neben der Schweizerischen Gesellschaft für Gartenkultur auch Exponenten des Vereins Pro Patumbah und Vorstandsmitglieder des Heimatschutzes. Es sind Leute, die mit der geplanten Zukunft des Parks nicht einverstanden sind, wie aus einer Mitteilung vom Dienstag hervorgeht.

Um die Villa Patumbah und ihren Garten aus dem 19. Jahrhundert wird in Zürich seit Jahren gestritten. 2005 zeichnete sich jedoch für die heute zweigeteilte Anlage eine definitive Lösung ab. Die Stadt trat Anfang Jahr die Villa und den Garten der Stiftung zur Erhaltung des Patumbah-Parks ab.

Für die zweite, unbebaute Hälfte des Parks, seit Jahren im Privatbesitz und nicht zugänglich, sieht die Stiftung ein Bauprojekt mit Wohnungen und einem Hamam vor. Ein Teil des Landes soll jedoch mit dem heutigen Villengarten wieder verbunden werden. Das ist den Initianten zu wenig, wie Eeva Ruoff, Präsidentin der Gesellschaft für Gartenkultur, auf Anfrage sagte.

Sie verlangt die Zuweisung des nördlichen Parkteils in die Freihaltezone. Dadurch soll das Bauprojekt verhindert werden. Ziel sei die Rettung eines unverbauten Landschaftsgartens. Damit solle ein «Zeitzeuge der Gartenkunst von europäischer Bedeutung» erhalten werden. Der Heimatschutz hatte 2005 kurze Zeit die Lancierung einer Volksinitiative erwogen, die Idee jedoch wegen zu geringer Chancen wieder verworfen. (sda)

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