Aktualisiert 03.02.2005 10:37

Zürich will Teilerhalt von Dübendorf

Der Militärflugplatz Dübendorf soll zumindest als Helikopter-, Lufttransport- und Ausbildungsbasis der Luftwaffe erhalten bleiben.

Dies fordert der Zürcher Regierungsrat in seiner Vernehmlassungsantwort.

Zur rein militärischen Notwendigkeit des Flugplatzes Dübendorf äusserte sich der Regierungsrat in seinem Communiqué vom Donnerstag ausdrücklich nicht. Aber er kritisierte das Vorgehen des Eidg. Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS): Den Kantonen sei ursprünglich gesagt worden, am 6. Dezember 2004 werde ein Stationierungsentscheid mit Varianten präsentiert. Dann aber seien sie vor vollendete Tatsachen gestellt worden.

Mit dem nun vorliegenden Konzept werde das Schwergewicht der Luftwaffe nach Westen verlegt. Die Ostschweiz verfügt über keine Basis mehr, was nach Meinung der Zürcher Regierung dann ins Gewicht fällt, wenn die Luftwaffe hier Katastrophenhilfe leisten müsse.

Der Zeitverlust sei wesentlich, schreibt der Regierungsrat weiter: Wenn die Einsätze aus der Innerschweiz geflogen werden, werden pro Weg rund 45 Minuten zusätzlich benötigt - sofern Sicht und Witterungsverhältnisse einen Start überhaupt zulassen.

Aus diesem Grund fordert der Regierungsrat «im Interesse der ganzen Ostschweiz» von der Armee, den Militärflugplatz Dübendorf zumindest als Helikopter-, Lufttransport- und Ausbildungsbasis der Luftwaffe mit der dafür notwendigen Infrastruktur zu erhalten. Sollte das VBS am Schliessungsentscheid festhalten, sei der Abbau des Betriebes frühestens auf 2015 anzusetzen.

Zeughaus Kloten

Zur geplanten Schliessung des Zeughauses Kloten schreibt der Regierungsrat, dass dem Zeughaus eine wichtige Rolle bei der schnellen Bereitstellung von Logistikgütern - zum Beispiel für das Schweizerische Korps für humanitäre Hilfe - zukommt. Er fordert, dass alle 80 Arbeitsplätze in das neue Logistik-Center in Hinwil ZH und ins Infrastruktur-Center in Othmarsingen AG integriert werden.

(sda)

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