Einbrecherbanden: Zuerst Asyl – dann auf Einbrechertour
Aktualisiert

EinbrecherbandenZuerst Asyl – dann auf Einbrechertour

Die Schweiz wird weiter von georgischen Einbrecherbanden terrorisiert. Gleichzeitig stieg die Zahl der Asylgesuche von Georgiern im letzten Quartal sprunghaft an. Politiker sind alarmiert.

von
Gabi Schwegler

Fast zeitgleich gaben die Kantonspolizei Freiburg und ihre Kollegen aus dem Wallis bekannt, dass wieder zwei georgische Einbrecherbanden gefasst wurden. Die teils legal und teils illegal in der Schweiz lebenden Georgier waren nebst der Romandie auch in den Kantonen Zürich und Bern aktiv. Die Mitglieder der Walliser Bande lernten sich im Em­p­fangszentrum für Asylbewerber in Vallorbe kennen. Gemeinsam kauften sie ein Auto und gingen damit auf Beutezug.

Brisant: Im dritten Quartal dieses Jahres stieg die Zahl der Asylgesuche von Georgiern um 160 Prozent auf 212 Gesuche. Insgesamt sind bis Ende Oktober schon fast gleich viele Gesuche gestellt worden wie im ganzen letzten Jahr. «Offenbar funktionieren die Kanäle ins Heimatland gut, und wir gelten als Tummelplatz für solche Banden», sagt FDP-Aussenpolitiker Walter Müller. «Doch das wollen wir nicht sein. Die Justiz muss jetzt unbedingt einen Zacken zulegen.» Die FDP-Nationalrätin Christa Markwalder möchte zusätzlich den Dialog vor Ort suchen: «Weil wir das Schutzmachtmandat für Georgien gegenüber Russland innehaben, könnten wir den bereits intensiven Kontakt nutzen.»

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