Zuerst enteignet, jetzt verurteilt
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Zuerst enteignet, jetzt verurteilt

Ein Gericht in Simbabwe hat erstmals einen weissen Farmer verurteilt, der nach der Enteignung durch die Regierung sein Land nicht freiwillig verlassen wollte.

Der Richter setzte Deon Theron am Donnerstag eine Frist von einem Monat, um sein Land aufzugeben, und verurteilte ihn wegen Missachtung des Räumungsbefehls zu einem Jahr Gefängnis, was auf fünf Jahre zur Bewährung ausgesetzt wurde. Therons Anwalt kündigte Berufung an. Der Hof war zu Staatseigentum erklärt worden und sollte an landlose Schwarze vergeben werden.

Die seit 2000 betriebene Enteignung weisser Farmer durch die Regierung von Präsident Robert Mugabe gilt als Hauptgrund für den drastischen Niedergang der Wirtschaft in Simbabwe. Mugabe, der seit 1980 an der Macht ist, tritt auch bei der Präsidentenwahl am Samstag wieder an. Es wird allgemein erwartet, dass der autokratische Herrscher die Wahl gewinnt, da die Abstimmung nach Einschätzung von Menschenrechtlern weder frei noch fair ablaufen wird. (dapd)

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