Basel: Hier wurden elementare Grill-Regeln nicht eingehalten
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BaselHier wurden elementare Grill-Regeln nicht eingehalten

Wegen eines falsch entsorgten Einweggrills musste in Basel die Feuerwehr ausrücken. Das Baudepartement erinnert an elementare Grill-Regeln und weist auf eigens eingerichtet Kohle-Entsorgungsstellen hin.

von
Vanessa Travasci
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Nach gemeinsam verbrachter Zeit schmissen Rhein-Besucher und -Besucherinnen den mitgebrachten Einweg-Grill mitsamt heisser Kohle in den öffentlichen Abfallkübel. Dieser begann so stark zu rauchen, dass die Feuerwehr alarmiert werden musste.

Nach gemeinsam verbrachter Zeit schmissen Rhein-Besucher und -Besucherinnen den mitgebrachten Einweg-Grill mitsamt heisser Kohle in den öffentlichen Abfallkübel. Dieser begann so stark zu rauchen, dass die Feuerwehr alarmiert werden musste.

20min/Alexia Mohanadas
Diese stellte beim Einsatz einen stark beschädigten Plastikbehälter fest, welcher vorab durch die noch heisse Kohle zu schmelzen und rauchen begann . Der Behälter musste somit ersetzt werden.

Diese stellte beim Einsatz einen stark beschädigten Plastikbehälter fest, welcher vorab durch die noch heisse Kohle zu schmelzen und rauchen begann . Der Behälter musste somit ersetzt werden.

20min/Alexia Mohanadas
Nebst dem verursachten Feuerwehr-Einsatz entstand ein  Schaden von 120 Franken. Die Polizei Basel-Stadt bestätigte den Fall gegenüber 20 Minuten.  

Nebst dem verursachten Feuerwehr-Einsatz entstand ein  Schaden von 120 Franken. Die Polizei Basel-Stadt bestätigte den Fall gegenüber 20 Minuten.  

20min/Alexia Mohanadas

Darum gehts

  • Am Sonntag kam es wegen einer stark rauchenden Müllpresse am Rheinufer in Basel zum Feuerwehreinsatz.

  • Ein Einweg-Grill wurde darin entsorgt und brachte das Innenleben zum Schmelzen.

  • Der Kübel musste ersetzt werden. Der Schaden liegt bei 120 Franken. 

Die sommerlichen Temperaturen lockten am letzten Sonntag Sonne-Begeisterte an den Rhein, um gemeinsam Grillgut wie Poulet, Pilze und Peperoni zu grillieren. Nach gemeinsam verbrachter Zeit schmissen Rhein-Besucher und -Besucherinnen den mitgebrachten Einweg-Grill mitsamt heisser Kohle in den öffentlichen Abfallkübel. Dieser begann so stark zu rauchen, dass die Feuerwehr alarmiert werden musste. Diese stellte beim Einsatz einen stark beschädigten Plastikbehälter fest, welcher vorab durch die noch heisse Kohle zu schmelzen und rauchen begann. Der Behälter musste somit ersetzt werden. Nebst dem verursachten Feuerwehr-Einsatz entstand ein  Schaden von 120 Franken. Die Polizei Basel-Stadt bestätigte den Fall gegenüber 20 Minuten.  

Bei einem Kauf eines Einweg-Grills für 5.95 Franken, wie sie aktuell auf dem Markt erhältlich sind, war der Schaden verglichen dazu 20-mal so hoch, Feuerwehreinsatz nicht mit eingerechnet. «Glühende Kohle gehört nicht in Abfallkübel. Glut sollte vor der Entsorgung vollständig auskühlen oder mit Wasser gelöscht werden», kommentiert Daniel Hofer vom Bau- und Verkehrsdepartement des Kanton Basel-Stadt. Um diese Kohle anschliessend fachgerecht zu entsorgen, gäbe es in Basel-Stadt bei verschiedenen Parkanlagen wie beim Birsköpfli, der Solitude und der Kaserne wie auch an der Rhein-Promenade Höhe Leuengasse, Bläsiring und Offenburgerstrasse, Kohle-Entsorgungsstellen. 

Umweltfreundliche Alternative

Eine weitere, umweltfreundliche Möglichkeit sind öffentliche elektrische Grillstellen bei den Buvetten Oetlinger und Dreirosen, die kostenlos genutzt werden können. «Chill with respect» ist dabei die Devise des 2019 gestarteten Projekts, welches nächstes Jahr erweitert werden soll. «Die Elektrogrills sollen Rauch und Abfälle reduzieren, die durch Einweggrills und andere Holzkohlegrills entstehen», hiess es in entsprechender Medienmitteilung des Bau- und Verkehrsdepartements. In der Regel sei bei schönem Wetter das Grillen von elf bis 22 Uhr möglich. Mittels Zeitschaltuhr schalte die Dreifach-Grillstelle automatisch an und ab. Das Baudepartement zeigte sich via Mitteilung zufrieden: «Im Umfeld der Buvetten am Unteren Rheinweg konnten Lärm, Littering und Rauch von Kohlegrills eingedämmt werden.»

Die fünf Grillregeln

Um solche Fälle wie diesen jetzt Anfang Mai zu verhindern, empfiehlt die Stadtgärtnerei des Kanton Basel-Stadt sich an fünf einfache Regeln zu halten. «Vermeiden Sie Brandschäden! Behalten Sie Ihren heissen Grill stets im Auge! Halten Sie Abstand zu Bäumen und Sträuchern! Lassen Sie die Asche erkalten! Denken Sie an die anderen!», postuliert sie zusammengefasst auf der kantonalen Webseite. Konkret hiesse dies, dass die Grillschale mindestens 30 Zentimeter vom Boden sein sollte, der Grill so platziert wird, dass er andere nicht stört, der Grill mindestens zwei Meter von Bäumen und Sträuchern entfernt sein soll, übermässiger Rauch und Lärm möglichst vermieden werde und alles fachgerecht entsorgt wird.  

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