Vater gegen Sohn: Zuffi erfährt via Whatsapp vom Familien-Duell

Aktualisiert

Vater gegen SohnZuffi erfährt via Whatsapp vom Familien-Duell

Im Cup-Halbfinal am 5. April kommt es zum Duell Zuffi gegen Zuffi. «Ich hoffe, dass der Luca mit einem Lächeln vom Platz geht und nicht der Vater», sagt Renato Steffen.

von
E. Tedesco
Basel

Luca Zuffi freut sich auf den Halbfinal-Fight gegen seinen Vater Dario in Winterthur. (Video: 20 Minuten)

Den genauen Wortlaut der Whatsapp-Nachricht wollte Luca Zuffi nach dem 3:1-Sieg gegen den FCZ nicht verraten, als er schilderte, wie er vom nächsten Cupgegner des FC Basel erfuhr. «Ich wusste bis eben nichts davon. Ich hab es erst gesehen, als mein Vater mir davon auf Whatsapp geschrieben hat. Es wird sicher sehr speziell. Ich freue mich, wieder einmal auf der Schützenwiese zu spielen. Es wird sicher ein Fight», sagt Luca Zuffi zum Familien-Duell in der nächsten Cup-Runde.

Am 5. April empfängt der ehemalige Internationale Dario Zuffi - heute Assistenztrainer beim FC Winterthur - seinen Sohn Luca – Mittelfeldspieler beim FC Basel – im Cup-Halbfinal. «Wir haben schon vor dem Spiel Witze gemacht, dass es dazu kommen könnte. Und jetzt ist es wirklich so», sagt Zuffi und muss selber schmunzeln. Den Sieg der Winterthurer im Penaltyschiessen auswärts gegen YB hat Zuffi junior ab der 2. Halbzeit am TV verfolgt. Ein wenig glücklich, aber schlussendlich verdient, lautete der Kommentar des FCB-Mittelfeldspielers.

«Wir packen den Luca sicher ein»

Renato Steffen lehnt den Vorschlag, Luca Zuffi im Halbfinal Zuhause zu lassen, kategorisch ab: «Wir packen Luca sicher ein.» (Video: 20 Minuten)

Renato Steffen lehnt den Vorschlag, Luca Zuffi im Halbfinal Zuhause zu lassen, ab: «Wir packen Luca sicher ein.» (Video: 20 Minuten)

Maulkorb für die Zuffis?

So kommt es zum dritten Treffen innert fünf Jahren zwischen Basel und dem Challenge Ligisten. 2012 gewannen die Basler 2:1 - Zuffi trug noch das Dress des Challenge Ligisten. Das letzte Duell im Cup-Sechzehntelfinal am 21. September 2014 unter Paulo Sousa ging auch an die Rotblau. Es war die Rückkehr des Mittelfeldspielers auf die Schützenwiese, der im Sommer via Thun zum FCB gewechselt war. Zuffi, der sich damals sehr auf das Spiel in seiner Heimatstadt gefreut hatte, sass aber nur auf der Bank und musste sich den 4:0-Sieg der Bebbi (drei Embolo-Tore) von da aus ansehen. Würde er die Bank diesmal freiwillig vorziehen, um nicht gegen den Papi spielen zu müssen?

Zuffi lacht und sagt: «Nein, das dann schon nicht. Ich will jedes Spiel spielen. Das sowieso! Ich würde gerne gegen Winti und meinen Vater spielen.» Internas aus der FCB-Vorbereitung werden dann aber am Mittagstisch der Familie Zuffi nicht ausgeplaudert. Oder wäre es besser Luca für das Duell Zuffi gegen Zuffi Zuhause zu lassen, Renato Steffen? «Nein, nein den packen wir schon mit ein. Luca ist sehr wichtig für den FCB. Ich hoffe einfach, dass der Luca mit einem Lächeln vom Platz geht und nicht der Vater.»

Apropos: Nach dem Sieg über Winterthur 2012 holte der FCB bisher zum letzten Mal den Kübel – damals gegen den FC Luzern. Diese Neuauflage des Finals ist auch 2017 noch möglich. Die Innerschweizer setzten sich im Viertelfinal gegen Aarau durch und treffen in der nächsten Runde im Wallis auf den FC Sion.

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