Zug: 19-jähriger Raser floh mit 200 km/h vor der Polizei
Aktualisiert

Zug: 19-jähriger Raser floh mit 200 km/h vor der Polizei

Die waghalsige Flucht eines 19-jährigen Schweizers vor der Zuger Polizei endete im Kanton Aargau. Der Raser sass trotz Billett-Entzug hinter dem Steuer.

«Es ist verrückt, was für ein Risiko der Mann auf sich nahm», sagte Stephan Rätzer, Dienstchef der Verkehrspolizei Zug, nachdem er das gut 20-minütige Polizeivideo der Verfolgungsfahrt gesehen hatte. Er ist nur froh, dass niemand verletzt wurde.

Das mit zwei Personen besetzte Auto war am Mittwoch gegen 23 Uhr wegen der unsicheren Fahrweise des Lenkers einer Zivilpatrouille der Zuger Polizei auf der A4 aufgefallen. Der Lenker befolgte das Haltesignal nicht und raste mit 200 Stundenkilometern davon. Er verliess die Autobahn bei der Ausfahrt Zug/ Steinhausen, wendete brüsk und fuhr wieder zurück – diesmal Richtung Luzern. Bei Cham bog er auf die Hauptstrasse nach Sins AG ab und raste zeitweise mit Tempo 150 durch das Freiamt. Eingangs Muri schleuderte er mit seinem PW über eine Wiese und prallte in einen Garagenunterstand. Der 19-Jährige und sein Mitfahrer wurden verhaftet. Laut Rätzer kam es zu einigen brenzligen Situationen, als der Flüchtende etwa in Sins einen Kreisel links herum befuhr.

Die Flucht führte über 26 Kilometer und dauerte 23 Minuten. Sein Billett dürfte der Lenker so schnell nicht wieder bekommen. Er hat es am 1. September abgeben müssen.

(alk)

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