Trinkende Schüler: Zug geht gegen besoffene Kiddies vor
Aktualisiert

Trinkende SchülerZug geht gegen besoffene Kiddies vor

Im Kanton Zug greifen bereits 13-jährige Schüler regelmässig zur Flasche. Mit einem neuen Alkohol-Aktionsplan will der Kanton jetzt Gegensteuer geben.

von
Sarah Rivoli
Für viele Jugendliche gehört «Alkohol auf Partys einfach dazu».

Für viele Jugendliche gehört «Alkohol auf Partys einfach dazu».

Jeder dritte Junge und jedes fünfte Mädchen im Alter von 15 Jahren im Kanton Zug konsumiert mindestens einmal pro Woche Alkohol und war bereits mehrfach betrunken. Dies zeigt eine aktuelle Studie von Sucht Info Schweiz. Demnach greift auch fast jeder zehnte 13-Jährige wöchentlich zum Alkohol. Für die Studie wurden Schüler im Alter von 11 bis 15 Jahren befragt. Als häufigsten Grund zum Trinken gaben sie an, dass es an einer Party einfach dazugehöre. Der Zuger ­Gesundheitsdirektor Joachim Eder zeigt sich besorgt: «Regelmässig werden Jugendliche ­total alkoholisiert ins Spital eingeliefert. Da spielen sich Szenen ab, die man sich nicht vorstellen kann.»

Der Kanton Zug hat deshalb einen neuen Alkohol-Aktionsplan erarbeitet, der die Situation bis Ende 2018 verbessern soll. Mit gezielten Massnahmen will er gegen das Rauschtrinken bei Jugendlichen vorgehen. «Wir werden vermehrt Infoveranstaltungen in Schulen durchführen, Suchtberatungen anbieten und in den Gemeinden proaktiv auf die Jugendlichen zugehen», so Eder.

Der Gesundheitsdirektor erwartet aber auch mehr Verantwortung von Seiten der Eltern: «Sie müssen klare Grenzen setzen und vermehrt das Gespräch mit dem Kind suchen.» Der Aktionsplan will zudem unter ­anderem den chronischen Überkonsum und das Trinken hinter dem Steuer bekämpfen.

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