Aktualisiert 05.04.2007 13:07

Zug knallt in Rammbock - 71 Verletzte

Bei einem Zugunglück im Pariser Bahnhof Gare d l'Est sind dutzende Menschen verletzt worden. Der Zugführer wird von der Polizei vernommen.

Ein Regionalzug ist bei der Einfahrt mit Wucht auf die Prellböcke aufgefahren.

58 der Verletzten wurden in Pariser Spitäler gebracht, wie die Feuerwehr berichtete. Die Rettungsmannschaften behandelten gebrochene Nasen, andere kleinere Knochenverletzungen und Nackenprobleme durch den Aufprallschock bei den Verletzten.

Verkehrsminister Dominique Perben ordnete eine technische Untersuchung an, der Lokführer wurde vernommen. Warum der Zug nicht richtig bremsen konnte und im Kopfbahnhof auf die Prellböcke auffuhr, blieb vorerst unklar.

«Der Lokführer hatte kein technisches Problem signalisiert», erklärte die regionale Direktion der Bahngesellschaft SNCF. Nach den ersten Erkenntnissen sei der Zug mit einer Geschwindigkeit von fünf bis sieben Kilometern in der Stunde aufgeprallt. Untersucht werden müsse, ob ein Versagen des Bremssystems verantwortlich sei.

Die Feuerwehr hatte den «Plan Rouge» genannten Notfallalarm ausgelöst, um Erste Hilfe zu leisten. Der Pariser Polizeipräfekt Pierre Mutz informierte sich im Ostbahnhof über den Unfall.

Die Bahngesellschaft SNCF hatte in einer ersten Stellungnahme nicht von einem Unfall, sondern von einem «Vorfall» gesprochen, «wie er sich von Zeit zu Zeit ereignet». Es habe nur «einige blaue Flecke» gegeben. Die Feuerwehr verzeichnete auch eine gebrochene Nase und ein Hals-Nacken-Trauma bei den verletzten Passagieren.

(dapd)

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