Politberater Rickenbacher: «Zug leidet nicht unter der Sex-Affäre»
Aktualisiert

Politberater Rickenbacher«Zug leidet nicht unter der Sex-Affäre»

CVP, FDP, SP und GLP fürchten wegen des Sex-Skandals um das Wohl Zugs. Alles halb so wild, sagt Politik- und Kommunikationsexperte Iwan Rickenbacher.

von
mme

Iwan Rickenbacher, teilen Sie als Politik- und Kommunikationsexperte die Meinung der vier Parteien, dass die Zusammenarbeit mit Jolanda Spiess-Hegglin (ALG) und Markus Hürlimann (SVP) nicht mehr möglich sei?

Nein. Es ist zwar verständlich, dass die Parteien die Nase voll haben. Aber: Parteien arbeiten in erster Linie mit anderen Parteien zusammen, nicht mit einzelnen Parlamentariern.

Die beiden wollen nicht zurücktreten. Wie ist das zu werten?

Sie haben die ganze Geschichte je auf ihre Art bis heute ausgesessen. Es war deshalb nicht zu erwarten, dass sie nun auf den Druck der anderen Parteien sofort reagieren.

Die vier Parteien monieren, Spiess-Hegglin und Hürlimann würden dem Ansehen Zugs schaden.

Der Kanton leidet nicht unter der Sex-Affäre. Aber natürlich gäbe es wichtigere Berichte aus dem Parlament; die Sex-Affäre nervt einfach.

In drei Jahren sind Kantonsratswahlen. Haben Spiess-Hegglin und Hürlimann Chancen?

Das weiss niemand. Was passiert ist, bleibt aber eine Hypothek, es wird schwierig.

Kann die Sex-Affäre bei den nationalen Wahlen in Zug für die Parteien von Spiess-Hegglin und Hürlimann negative Auswirkungen haben?

Nein. Das sind völlig andere Wahlen mit anderen Kandidaten.

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