Aktualisiert 06.11.2015 12:30

Bayern

Zug rammt Transporter – zwei Tote

Bei einem Bahnübergang in Bayern kollidierte ein Regionalzug mit einem Schwertransporter. Der Lokführer und der LKW-Fahrer starben. Es gab zahlreiche Verletzte.

von
chk

Bei einem schweren Zugunglück in der Oberpfalz im Südosten Deutschlands hat es am Donnerstagabend zwei Todesopfer und mehrere Verletzte gegeben. Auf einem Bahnübergang bei Freihung kollidierte ein Regionalzug mit einem Schwertransporter.

Neben dem Zugführer starb der LKW-Fahrer, sein Beifahrer wurde nur leicht verletzt. Vier Passagiere des Zugs kamen schwer verletzt ins Spital, wie die Polizei in der Nacht zum Freitag mitteilte. Sie schwebten aber nicht in Lebensgefahr. Es gab zudem zahlreiche leicht Verletzte. Die restlichen der etwa 40 Fahrgäste kamen mit dem Schrecken davon. Der Regionalzug war auf dem Weg von Nürnberg nach Weiden.

Militär-Lastwagen transportiert

Der Transporter hatte ein rumänisches Kennzeichen und einen US-Militärlastwagen geladen. Der LKW war an dem Bahnübergang aufgesetzt und dann von dem Zug gerammt worden. Der Zug habe den Transporter etwa 300 bis 400 Meter vor sich hergeschoben, sagte ein Polizeisprecher. Der Lastwagen steckte zunächst noch unter dem Zug fest.

Der vordere Teil des Zugs wurde durch den Aufprall zertrümmert. Beide Fahrzeuge gerieten in Brand. Sowohl die Lokführerkabine als auch der Führerstand des Lastwagens waren ausgebrannt. Der Militär-Lastwagen blieb weitgehend unbeschädigt.

Zunächst war es den Bergungsmannschaften nicht möglich gewesen, sich Zugang zur Lokomotive zu verschaffen. Erst nach einigen Stunden gelang es, die Lokomotive zu öffnen.

Bis zu 140 km/h möglich

Zahlreiche Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten waren vor Ort, um die Verletzten zu versorgen und die Unfallstelle zu sichern. Die Polizei geht davon aus, dass keine weiteren der Zugpassagiere unter den Trümmern liegen. Ein genauer Überblick war wegen der unübersichtlichen Lage zunächst schwierig.

Wie schnell der Zug unterwegs war, wusste die Polizei in der Nacht nicht. Züge könnten auf der Strecke aber bis zu 140 Kilometer pro Stunde fahren. Wie es zu dem Unglück kam und weshalb der Schwertransporter auf den Gleisen feststeckte, blieb zunächst noch ungeklärt. (chk/sda/afp)

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