Zug überfuhr geschlossenes Signal
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Zug überfuhr geschlossenes Signal

Die Entgleisung eines S-Bahn-Zugs bei der Ausfahrt aus dem Bahnhof Bern vom Mittwochmorgen ist weitgehend geklärt.

Ein abfahrender Zug überfuhr ein geschlossenes Signal und touchierte einen vorabfahrenden Zug.

Die BLS hat intern und gemeinsam mit der Unfalluntersuchungsstelle im Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) die Vorgänge der Entgleisung abgeklärt, wie sie am Donnerstag mitteilte. Demnach sind um 06.43 Uhr zwei BLS-Züge, nämlich der RegioExpress RE 3307 nach Luzern und der S2-Zug 15217 nach Langnau fast gleichzeitig aus dem Bahnhof abgefahren. Dabei habe der S-Bahn-Zug aus noch nicht geklärten Gründen ein geschlossenes Signal, das zweite Ausfahrsignal, überfahren. Als dies der Lokführer bemerkt habe, habe er eine Schnellbremsung eingeleitet. Trotzdem touchierte sein Zug die schiebende Lok am Zugsende des vorabfahrenden RegioExpress leicht. Dies führte zur Entgleisung der ersten Achse des Steuerungswagens der S2. Die Berührung sei so leicht gewesen, dass sie im vorabfahrenden Zug von niemandem bemerkt worden sei. Der Unfall sei damit für alle Direktbetroffenen glimpflich abgelaufen, heisst es weiter. Die Einzelheiten würden nun von der Unfalluntersuchungsstelle UVEK weiter abgeklärt.

Der frühmorgendliche Bahnbetrieb in Bern wurde durch die Entgleisung erheblich beeinträchtigt. Zahlreiche S-Bahnzüge mussten vorzeitig gewendet werden und einzelne Züge fielen aus. Auch im Intercity-Verkehr litt die Pünktlichkeit. Für die Reisenden hatte der Unfall teilweise Verspätungen bis zu einer halben Stunde zur Folge. Um 10.15 Uhr konnten wieder alle vier Zufahrtsgleise zum Bahnhof Bern benutzt werden. (dapd)

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