Aktualisiert 21.08.2012 19:08

Kurioses VelorennenZugeknöpft, aufgeklappt und los!

Wenn Bürogummis strampeln, heisst das nicht immer, dass sie spät dran sind. An der Faltvelo-Weltmeisterschaft in England fährt man in Anzug und Krawatte um die Wette.

von
pru

Man sieht sie meist in Zügen oder Bussen. Bei Rennen sind sie eher selten anzutreffen. Faltvelos. Bei der siebten Brompton-Faltvelo-Weltmeisterschaft im englischen Oxfordshire durften die Teilnehmer zeigen, dass sie weiter als von der Tramstation bis ins Büro rasen können. Knapp 700 Radelfreunde aus der ganzen Welt gingen am letzten Sonntag an den Start. Und weil der Anblick strampelnder Menschen auf Faltvelos noch nicht lustig genug ist, beschlossen die Veranstalter, klassische Sportkleidung zu verbieten.

Der Dresscode schrieb anständige Kleidung vor. Vorzugsweise im Anzug mit Hemd und Krawatte. «Sie wollen, dass wir uns kleiden, als ob wir zur Arbeit fahren würden. Das ist so verrückt und lustig», fasst die Amerikanerin Susan Todzy den Geist des Events zusammen.

Das 13 Kilometer lange Rennen beginnt in klassischer Le-Mans-Manier mit einem Sprint zum Fahrrad. Bevor man sich jedoch auf den Sattel schwingen kann, muss das Faltvelo zuerst fachgerecht entfaltet werden. Nach einer neuen Rekordzeit von 20 Minuten und 17 Sekunden erreichte der Ire Michael Hutchinson das Ziel und entschied damit bereits zum zweiten mal das Rennen für sich. Julia Shaw brauchte etwas mehr als drei Minuten länger für die Strecke und holte sich damit den Sieg in der Frauen-Kategorie. (pru/dapd)

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