Streit in Altstadt: Zuger Altstadt: Geschäfte oder Gastwirtschaften?
Aktualisiert

Streit in AltstadtZuger Altstadt: Geschäfte oder Gastwirtschaften?

Die Bewohner der Zuger Altstadt befürchten wegen des neuen Altstadtreglements eine Partymeile vor der Haustür. Die Stadt beschwichtigt.

von
Mirjam Boss
Daniel Acklin und Roland Hengartner (v.l.n.r.) wollen eine belebte Zuger Altstadt.

Daniel Acklin und Roland Hengartner (v.l.n.r.) wollen eine belebte Zuger Altstadt.

Der Entwurf des neuen Altstadtreglements erregt in Zug die Gemüter. Nun machen die Nachbarn und Anwohner mobil: Die Erneuerung des Reglements werde ohne Mitsprache der Altstadt-Bewohner gemacht, kritisieren sie auf einem Flyer, der zur Teilnahme an der Infoveranstaltung am Mittwochabend um 20 Uhr im Burgbachsaal aufruft.

Daniel Acklin und Roland Hengartner von der Nachbarschaft Unteraltstadt und Altstadt-Obergasse erläutern ihre Einwände gegen den Entwurf: «Es steht nichts mehr vom Wohnen im neuen Reglement. Im alten wurde noch vorgegeben, dass die Altstadt möglichst viele Wohnungen aufweisen soll.» André Wicki, Vorsteher des Baudepartements, begründet dies damit, dass der Wohnanteil schon in der städtischen Bauordnung festgehalten sei.

«Wir wollen keine Partymeile»

Im Entwurf ist zudem die Rede von «publikumsattraktiver Nutzung» der Erdgeschosse, etwa mit Gastwirtschaften. Nun befürchten die Anwohner vor allem abends Lärm. «Einzelne Anlässe wie die JazzNight sind erwünscht. Aber wir wollen keine Partymeile in der Altstadt», so Acklin.

Sie fordern mehr attraktive Geschäfte, und dass die Altstadt tagsüber statt in der Nacht belebt wird. Stadtrat Wicki: «Die Bestimmung wird nicht zu mehr Restaurants führen.»

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