Aktualisiert 23.10.2003 11:43

Zuger Blutbad war von langer Hand geplant

Das Blutbad im Zuger Parlament im Jahr 2001 ist von Friedrich Leibacher alleine und von langer Hand geplant worden.

Dies hält der am Donnerstag in Zug veröffentlichte Schlussbericht fest.Bei der Tat war der 57-Jährige, wenn überhaupt, nur unwesentlich in seiner Zurechnungsfähigkeit beschränkt. .

Einen Monat nach dem zweiten Jahrestag ist am Donnerstag in Zug der Schlussbericht zum Attentat im Zuger Parlament vorgelegt worden. Der Bericht stützt sich auf umfangreiche kriminalpolizeiliche und kriminaltechnische Ermittlungen sowie auf rechtsmedizinische, EDV-technische und psychiatrische Gutachten. Wie die Behörden darlegten, wurde dabei die alleinige Täterschaft Leibachers beweismässig erhärtet. Zudem habe sich gezeigt, dass Leibacher zur Tatzeit trotz diagnostizierter Persönlichkeitsstörung, wenn überhaupt, nur unwesentlich in seiner Zurechnungsfähigkeit beschränkt gewesen sei. Er habe seine Schreckenstat alleine und von langer Hand geplant. Die Ermittlungen zeigten im weiteren, dass alle getöteten Opfer an den unmittelbaren Folgen von Schussverletzungen aus den Waffen Leibachers gestorben sind.

Der 57-jährige Leibacher hatte am 27. September 2001 im Kantonsratssaal in Zug 14 Regierungs- und Parlamentsmitglieder getötet und 15 weitere zum Teil schwer verletzt. Anschliessend erschoss er sich selbst. Hintergrund waren Konflikte des Täters mit den Behörden. In der Folge richtete der Kanton eine Vermittlungsstelle für Konfliktsituation mit Behörden ein. (dapd)

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