Spucken oder Schulverbot: Zuger Eltern wehren sich gegen Corona-Testpflicht an Schulen
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Spucken oder SchulverbotZuger Eltern wehren sich gegen Corona-Testpflicht an Schulen

Nach den Sportferien müssen Zuger Schüler im Kampf gegen die Pandemie zweimal wöchentlich zum Spucktest antreten. Eltern wehren sich mit Unterlassungsschreiben und Dispensen dagegen.

von
Dominic Wipfli
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Nach den Sportferien starten im Kanton Zug wie hier in Baar an den gemeindlichen und kantonalen Schulen ab
Sekundarstufe I (Oberstufe und höher) regelmässige Coronatests. (Symbolbild)

Nach den Sportferien starten im Kanton Zug wie hier in Baar an den gemeindlichen und kantonalen Schulen ab
Sekundarstufe I (Oberstufe und höher) regelmässige Coronatests. (Symbolbild)

http://www.schulen-baar.ch/
Die Tests in Zug starten ab 22. Februar. (Symbolbild)

Die Tests in Zug starten ab 22. Februar. (Symbolbild)

20min/Marco Zangger
In Zug sind die Tests für die Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrpersonen obligatorisch. Einige Eltern wehren sich jetzt dagegen. (Symbolbild)

In Zug sind die Tests für die Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrpersonen obligatorisch. Einige Eltern wehren sich jetzt dagegen. (Symbolbild)

20min/Marco Zangger

Darum gehts

  • Nach den Sportferien müssen sich die Zuger Schüler zweimal wöchentlich einem Corona-Test unterziehen. Der Corona-Massentest an den Schulen ab Sekundarstufe I ist obligatorisch.

  • Getestet wird mittels Spucktest.

  • Die Eltern wehren sich mit Dispensen.

Die Corona-Fälle häufen sich an den Schulen. Im Kanton Zug müssen sich die Schüler ab Sekundarstufe I obligatorisch zweimal wöchentlich testen lassen. Dies wird mittels Spucktest passieren, gestartet wird nach den Ferien, also ab 22. Februar. Doch schon bevor getestet wird, gibt es Widerstand einiger Eltern von Zuger Schülern: Diese Eltern würden sich mit Unterlassungsschreibungen und Dispensen dagegen wehren, dass ihre Kinder zum Test gezwungen werden, berichtete der Sonntagsblick. Die Zuger Bildungsdirektion habe laut dem Bericht der Zeitung bestätigt, dass solche Schreiben in Schulen des Kantons wie auch beim Kanton eingegangen seien.

Wer nicht testet, kann bestraft werden

Für Schüler, die sich weigern würden, seien «disziplinarische Ansätze denkbar, beispielsweise eine Wegweisung», wird die Behörde im Bericht zitiert. Der Kanton Zug stütze sich auf das eidgenössische Epidemiengesetz sowie auf das Gesundheitsgesetz des Kantons, betone aber zudem: «Die gesetzliche Grundlage für die Umsetzung an den Schulen ist noch in Entstehung, sie soll nächste Woche durch den Regierungsrat beschlossen werden.»

Ein Experte hat dazu Fragezeichen, wie aus dem Artikel weiter hervorgeht: «Kantone können Massnahmen gegenüber Personen ­anordnen, die krank, krankheitsverdächtig, angesteckt oder ansteckungsverdächtig sind», wird Felix Uhlmann (51), Staatsrechtsprofessor an der Universität Zürich, zitiert. Für obligatorische Massentests an gesunden Personen sehe er keine Handhabe. Ob die ­Zuger Regierung dies ohne ­Zustimmung des Parlaments ver­fügen könne, sei fragwürdig.

Massentest, allerdings freiwillige, gibt es auch an Schulen in anderen Kantonen. Basel-Landschaft, Appenzell Innerrhoden und Graubünden planen ebenfalls präventive Massentests.

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Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Tel. 147

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