Aktualisiert 08.02.2010 20:43

ZugZuger Film über Regenbogenfamilien

Der Videostudent Remo Hegglin (25) aus Zug dreht zurzeit einen Film über Familien, in denen ein oder beide Elternteile schwul oder lesbisch sind. Unterstützt wird er dabei von Pink Cross.

von
Guy Studer

«Anlässlich der Europride letzten Sommer in Zürich wollten wir einen kleinen Film zum Thema Homosexualität drehen», sagt Remo Hegglin. Mit «wir» meint er sich und seinen Studienkollegen Cesare Macri, der ebenfalls an der Luzerner Hochschule Video studiert. Aus der Idee wurde bald ein grösseres Filmprojekt mit dem Namen «Mama Mama Papa Papa». Es handelt von so genannten Regenbogenfamilien, in denen ein oder beide Elternteile schwul oder lesbisch sind. «Das Thema ist relativ neu in der Gesellschaft», weiss Hegglin, der selber schwul ist. Hier bestehe Aufklärungsbedarf – auch bei Homosexuellen. «Oft wissen sie nicht, was ihre rechtlichen Möglichkeiten sind.» Er sei zudem erstaunt gewesen darüber, wie viele Regenbogenfamilien in der Schweiz leben. Im Film kommen auch deren Kinder zu Wort. «Sie sind oft Vorurteilen ausgesetzt und werden deshalb früh aufgeklärt», so Hegglin.

Unterstützt wird der Film von der Schwulenorganisation Pink Cross. «Er passt zu unserem diesjährigen Thema Familie», sagt Geschäftsleiter Uwe Splittdorf. Für ihn ist klar: «Für ein Kind ist vor allem wichtig, dass es Liebe erfährt. Dann klappt es in jeder Art von Familie.»

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