Es lebte vor rund 17’000 Jahren - Zuger Mammut wurde 35 Jahre alt
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Es lebte vor rund 17’000 JahrenZuger Mammut wurde 35 Jahre alt

Zum Zuger Mammut, das vor sechs Jahren bei Bauarbeiten in Risch-Rotkreuz ZG entdeckt wurde, gibt es neue Erkenntnisse dank eines neuartigen Computer-Tomographen. In einem 3D-Modell zeigt das Kantonsspital Baden seine neuen Ergebnisse.

von
Cheyenne Wyss
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Dank einem neuartigen Computer-Tomographen konnte im Kantonsspital Baden (KSB) der Stosszahn des Zuger Mammuts erstmals ganzheitlich analysiert werden. 

Dank einem neuartigen Computer-Tomographen konnte im Kantonsspital Baden (KSB) der Stosszahn des Zuger Mammuts erstmals ganzheitlich analysiert werden.

Kantonsspital Baden
Die CT-Aufnahmen ergaben, dass das Mammut bei seinem Tod mindestens 35 Jahre alt war und vor rund 17’000 Jahren lebte.

Die CT-Aufnahmen ergaben, dass das Mammut bei seinem Tod mindestens 35 Jahre alt war und vor rund 17’000 Jahren lebte.

Kantonsspital Baden

Darum gehts

  • Das Mammut, das vor sechs Jahren bei Bauarbeiten in Risch-Rotkreuz ZG entdeckt wurde, soll bei seinem Tod mindestens 35 Jahre alt gewesen sein.

  • Zu diesem Ergebnis kommt das Kantonsspital Baden dank eines neuartigen Computertomographen.

  • Weiters habe das Tier vor rund 17’000 Jahren gelebt.

  • Bei der Archäologie Zug ist man froh, dass man den Stosszahn im Kantonsspital Baden analysieren durfte.

Vor sechs Jahren entdeckte man bei Bauarbeiten in Risch-Rotkreuz ZG die Überreste eines Mammuts. Dank eines neuartigem Computertomographen (CT) konnte im Kantonsspital Baden (KSB) der Stosszahn des eiszeitlichen Wollhaarmammuts erstmals ganzheitlich analysiert werden.

«Zum ersten mal passt er knapp durch den Ringtunnel eines CTs»

«Wir sind sehr froh, dass wir den Stosszahn im KSB analysieren durften. Denn zum ersten Mal passt der relativ grosse und unförmige Stosszahn nicht nur knapp durch den Ringtunnel eines CTs, sondern auch im Ganzen in den Fokusbereich», sagt Jochen Reinhard, Archäologe am Amt für Denkmalpflege und Archäologie Zug. So habe man nicht wie bislang die Aufnahme aus mehreren Messungen zusammensetzen müssen.

Hier sieht man die Untersuchung des «ältesten Patienten am Kantonsspital Baden».

Kantonsspital Baden

«Wie aufeinandergesetze Glacé-Waffeln»

Die CT-Aufnahmen ergaben, dass das Mammut bei seinem Tod mindestens 35 Jahre alt war und vor rund 17’000 Jahren lebte. Darüber würden die jährlich von innen nach aussen wachsenden Zuwachskegel im Stosszahn Auskunft geben, was man sich wie aufeinandergesetzte Glacé-Waffeln vorstellen könne. «Diese unterschiedlichen Strukturen sind im CT gut erkennbar, da der Stosszahn scheibchenweise durchleuchtet wird», sagt Prof. Dr. Rahel Kubik, Chefärztin Radiologie am KSB.

Dass am KSB prähistorische Skelette durchleuchtet würden, stelle aber einen Ausnahmefall dar. In erster Linie würden die CT-Geräte der Behandlung und Untersuchung von Patienten dienen.

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