Littering-Bussen: Zuger Polizei macht in Zivil Jagd auf Abfallsünder
Aktualisiert

Littering-BussenZuger Polizei macht in Zivil Jagd auf Abfallsünder

Abfallsünder müssen ab sofort blechen: Die Zuger Polizei geht mit Plakaten und Kontrollen gegen das Littering vor.

von
Mirjam Boss
Ab 1. Oktober wird in Zug Littering mit einer Busse von 100 Franken bestraft.

Ab 1. Oktober wird in Zug Littering mit einer Busse von 100 Franken bestraft.

Das Wegwerfen von Dosen, Kaugummi oder Zigis im Kanton Zug wird nun mit 100 Franken Busse bestraft. Die neue Regel wird ab sofort von der Polizei umgesetzt.

Eugen Marty, Chef der Sicherheitspolizei, erklärt das Vorgehen: «Die Polizisten werden wie gewohnt patrouillieren. Wird ein Verstoss beobachtet, wird die Person darauf hingewiesen und die Busse ausgestellt.» Die Beamten würden zudem auch oft in Zivil unterwegs sein, um Abfallsünder auf frischer Tat zu ertappen.

Neue Plakat-Kampagne

Am Dienstag startet auch eine grossangelegte Präventionskampagne gegen Littering, die mit dem Slogan «Zug blibt suuber» auf Plakaten auf die Busse hinweist. Regierungsrat Beat Villiger erklärt das Ziel des Anti-Littering-Konzepts: «Repression, aber auch Prävention.» Das Konzept wurde vom Kanton in Zusammenarbeit mit der Stadt Zug, den Gemeinden und dem Zuger Abfallverband Zeba entworfen.

Fortan werden auch andere Delikte mit einer Sofortbusse bestraft, etwa öffentliches Urinieren. Neu ist hier das angewendete Verfahren, denn bisher wurden diese Vergehen mit einer Anzeige bei der Staatsanwaltschaft geahndet, was für die Polizei einen enormen Zeitaufwand bedeutete. Die Ordnungsbussen dürfen ab jetzt auch Mitarbeitende des Amtes für Wald und Wild ausstellen. Sie wurden von der Zuger Polizei geschult.

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