Vom Hobby zum Business: Zugerinnen bringen Tipis für Cristiano Ronaldos Kinder nach Spanien
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Vom Hobby zum BusinessZugerinnen bringen Tipis für Cristiano Ronaldos Kinder nach Spanien

Während des Lockdown bastelten zwei Zugerinnen Tipis. Eine Anfrage von Georgina Rodriguez, der Freundin von Cristiano Ronaldo, bescherte ihnen eine enorme Nachfrage.

von
Nadine Wechsler
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Die Zugerinnen Lia Camacho und Cuca Jaramillo suchten während des Lockdown online nach Tipis für ihre Kinder.

Die Zugerinnen Lia Camacho und Cuca Jaramillo suchten während des Lockdown online nach Tipis für ihre Kinder.

instagram/teepees.ch
Nachdem sie auf verschiedenen Plattformen nicht gefunden haben, wonach sie suchten, beschlossen die Beiden kurzerhand selber Zelte zu bauen.

Nachdem sie auf verschiedenen Plattformen nicht gefunden haben, wonach sie suchten, beschlossen die Beiden kurzerhand selber Zelte zu bauen.

instagram/teepees.ch
Die Zelte kamen bei ihren Kindern und bei Bekannten super an, ihr Bekanntheitsgrad stieg und sie gründeten im August eine Firma.

Die Zelte kamen bei ihren Kindern und bei Bekannten super an, ihr Bekanntheitsgrad stieg und sie gründeten im August eine Firma.

instagram/teepees.ch

Darum gehts

  • Zwei Zugerinnen entwarfen für ihre Kinder Zelte für Übernachtungspartys.

  • Georgina Rodriguez – Freundin von Cristiano Ronaldo – bestellte für ihr Kind Tipis nach Spanien.

  • Seit ihrem Auftrag in Spanien sind die Anfragen stark gewachsen.

Nachdem die Familien von Lia Camacho und Cuca Jaramillo während des Lockdown mehrere Wochen zu Hause verbracht hatten, hatten die Kinder die Idee, eine Übernachtungsparty zu veranstalten. Die beiden Frauen suchten Online nach Tipis, die sie im Wohnzimmer aufstellen konnten. Allerdings stellte sich die Lieferung eben dieser als schwierig heraus. Kurzerhand seien Materialien gesammelt worden, um eigene Zelte zu bauen, berichtet Pilatus Today.

Die gebürtigen Spanierinnen teilten ihre Entwürfe mit Bekannten, und das Feedback war gross. Anfang August gründeten sie ihre Firma, inklusive Website und Instagram-Account. Für beide Frauen waren Social Media bisher kein grosses Thema, sie mussten sich erst damit vertraut machen. Um ihre Reichweite zu vergrössern und Follower zu generieren, entschieden sie sich schliesslich, in Werbung zu investieren. «Wir bezahlten 10 Franken für jedes Bild, das schweizweit angezeigt wurde», sagt Mitgründerin Lia Camacho.

Kleines Investment mit grosser Wirkung

Letzte Woche kam dann eine Anfrage aus Spanien. Ein Mitarbeiter von Cristiano Ronaldo und seiner Freundin Georgina Rodriguez fragte die beiden an, um eine Geburtstagsparty für die gemeinsame Tochter auszurichten. Eine Überraschung: «Ich dachte erst, das sei ein Scherz», sagt Camacho. Doch schon drei Tage später machten sich die die beiden Frauen auf den Weg nach Madrid.

«Die Vorstellungen von Georgina Rodriguez waren sehr spezifisch, sie wusste genau, was sie wollte», so Camacho. Ihnen habe es grosse Freude bereitet, für die Prominenten zu arbeiten: «Wir haben sie nicht persönlich kennen gelernt, aber die Zusammenarbeit war super, und die Angestellten waren immer sehr freundlich.»

Rodriguez soll so begeistert von der Arbeit der beiden Frauen gewesen sein, dass sie sofort mehrere Instagram-Posts verfasste. Die Folge für den Account der Gründerinnen war ein sprunghafter Anstieg in wenigen Stunden von rund 180 Followern auf nun 2500.

Viel Liebe zum Detail

Warum das prominente Paar ausgerechnet die Zelte aus der Schweiz haben wollte, kann sich Camacho mit ihrem Konzept erklären: «Wir sind einzigartig und kreieren alles mit viel Liebe.» Natürlich könne man ähnliche Tipis auch online kaufen, doch ihre Entwürfe seien alle individuell und mit Liebe zum Detail gewählt: «Unser Ziel ist es, eine ganze Welt an neuen Eindrücken für die Kinder zusammenzustellen», so Camacho.

Lässt man von den Zugerinnen eine Party organisieren, kostet das für fünf Zelte inklusive Dekoration, Auf- und Abbau rund 375 Franken. Bisher haben die beiden Frauen laut eigener Aussage zwischen zehn und fünfzehn Aufträge angenommen. Diese werden nur am Wochenende ausgeführt, so haben die Spanischlehrerin und die Modestylistin genug Zeit, ihren regulären Jobs nachzugehen. Für sie käme es nicht infrage, sich komplett auf das Tipi-Business zu fokussieren.

Seit dem Auftrag in Spanien sei die Zahl der Anfragen gestiegen, sollte diese Nachfrage anhalten, schliesst Camacho nicht aus, künftig Personal einzustellen und die Firma zu vergrössern. Es seien bereits weitere Anfragen von prominenten Personen eingetroffen, um wen es sich handelt, wollte Camacho nicht sagen.

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