Sex-Industrie in Japan: Zuhälter beuten tausende Schulmädchen aus
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Sex-Industrie in JapanZuhälter beuten tausende Schulmädchen aus

Den japanischen Schulmädchen wird erklärt, es handle sich um einen harmlosen Nebenjob. Doch tatsächlich rutschen die Minderjährigen so in die Sexbranche.

Junge Opfer sollen unterstützt werden.

Junge Opfer sollen unterstützt werden.

Immer mehr Schulmädchen in Japan geraten in die Fänge der boomenden Sexindustrie. Allein in Tokio seien mindestens 5000 Mädchen betroffen, hiess es von Seiten der Hilfsorganisation «Colabo».

«JK» (für Joshi Kosei, Oberschulmädchen) nennt sich das Geschäft mit der sexuellen Ausbeutung Minderjähriger. Viele der Betroffenen kämen aus verarmten Verhältnissen und oft zerrütteten Familien, sagte Yumeno Nito von «Colabo» am Donnerstag vor dem Auslandskorrespondenten-Club FCCJ in Tokio.

«Harmloser Nebenjob»

Die Wirtschaftspolitik des rechtskonservativen Regierungschefs Shinzo Abe verschärfe das Problem noch, indem mehr Familien in die Armut abgleiten würden. Zugleich gelangten aber auch immer mehr Mädchen aus Familien ohne finanzielle oder anderweitige Probleme in die Fänge der Sexindustrie.

Die Betreiber solcher «JK»-Geschäfte liessen sich dabei immer neue Geschäftsmodelle einfallen, um die Gesetze zu umgehen. Den Mädchen werde von den Zuhältern vorgegaukelt, es handle sich um harmlose Nebenjobs. Nito forderte unter anderem mehr Zentren zur Unterstützung für die jungen Opfer. (sda)

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