Zukunftsmusik
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Zukunftsmusik

Brit-Pop in neuem Gewand, Musik für die Bewohner von Wolke sieben und ein langerwartetes Comeback:
Das Musikjahr 2007 fängt vielversprechend an.

Eigentlich kann Britney mehr als nur die Unterwäsche zuhause vergessen. Befreit von Mister Peinlich Kevin Federline und gereift durch ihre zweifache Mutterschaft ist sie bereit, musikalisch wieder ganz oben mitzumischen. So hat sie es verkündet. Für das Jahr 2007 steht also ihr grosses Comeback an – auf das die Welt nach der unrühmlichen Unten-ohne-Aktion natürlich mit Spannung wartet. Denn Britney war immer am Puls des Mainstreams. Das wird sich auch mit ihrem fünften Studio-Album nicht ändern: So haben angesagte Produzenten wie Ne-Yo, Timbaland, Pharrell Williams, Scott Storch und Swizz Beatz darauf mitgemischt.

Doch Britney ist nicht allein: Den ersten Höhepunkt 2007 wird das neue Norah-Jones-Album «Not Too Late» bereits im Januar setzen. Mit ihrer warmen Stimme und den jazzifizierten Pop-Balladen wird sie einmal mehr die Fans betören. Und auch von Latin-Star Jennifer Lopez ist ein neues Album angekündigt – für einmal ganz auf Spanisch. Aber nicht nur Diven werden die Herzen von Musikliebhabern höher schlagen lassen. Auch diverse Gitarrenbands, vornehmlich britischer Herkunft, warten mit neuen Werken auf: Für Spannung sorgt vor allem The Good, The Bad & The Queen, das Allstar-Projekt mit Blur- und Gorillaz-Sänger Damon Albarn, Clash-Bassist Paul Simonon, The Verve- und Gorillaz-Gitarrist Simon Tong und dem legendären Afro-Beat Drummer Tony Allen.

Im Februar müssen dann die gehypten Bands Bloc Party und Kings of Leon beweisen, wie viel Fleisch sie wirklich am Knochen haben und ob sie auch ohne britische Hype-Presse ihren Weg in die angesagten Rockclubs finden. Für die grenzensprengenden Cooper Temple Clause gilt es ebenfalls ernst. Ihr drittes Album ist auf Anfang Jahr angekündigt – nach dem Meilenstein «Kick Up the Fire, And Let the Flames Break Loose» sind die Erwartungen an «Make This Your Own» naturgemäss sehr hoch.

Auch einige Schweizer Grössen warten mit neuen Scheiben auf: Sowohl die Gold-Rapper Sektion Kuchikäschtli als auch Büezer Gölä, Singer/Songwriter Adrian Weyermann und Rap-Avantgardist Göldin liefern neuen Output. Musikalisch auf Wolke sieben schweben darf man spätestens im März – wenn die französische Schmuse-Electro-Popper Air ihren jüngsten Streich lancieren.

Niklaus Riegg

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