«Giacobbo/Müller»: Zum Abschied kam die Chefin und sagte Danke
Aktualisiert

«Giacobbo/Müller»Zum Abschied kam die Chefin und sagte Danke

Nach neun Jahren auf Sendung haben sich Mike Müller und Viktor Giacobbo gestern Abend von ihrem TV-Publikum verabschiedet. Bundesrätin Doris Leuthard würdigte die Arbeit der beiden.

von
Martin Fischer
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Viktor Giacobbo und Mike Müller moderierten Ende 2016 zum letzten Mal die nach ihnen benannte Late-Night-Show. Nach neun Jahren ist Schluss. Das Ende war unaufgeregt: «Irgendwann, irgendwo sehen wir uns wieder. Danke!», so Giacobbo.

Viktor Giacobbo und Mike Müller moderierten Ende 2016 zum letzten Mal die nach ihnen benannte Late-Night-Show. Nach neun Jahren ist Schluss. Das Ende war unaufgeregt: «Irgendwann, irgendwo sehen wir uns wieder. Danke!», so Giacobbo.

SRF/Mirco Rederlechner
Die Sendung lief zuvor wie gewohnt ab. Speziell war einzig der hohe politische Besuch: Die frisch gewählte Bundespräsidentin Doris Leuthard war Gesprächsgast bei der Dernière und würdigte die Arbeit der beiden Sendungsmacher: «Danke vielmals für alles, was ihr gemacht habt.»

Die Sendung lief zuvor wie gewohnt ab. Speziell war einzig der hohe politische Besuch: Die frisch gewählte Bundespräsidentin Doris Leuthard war Gesprächsgast bei der Dernière und würdigte die Arbeit der beiden Sendungsmacher: «Danke vielmals für alles, was ihr gemacht habt.»

Mirco Rederlechner
Die Bundesrätin gab sich sehr nahbar und erzählte auch, wie sie mit Abstimmungsniederlagen umgehe: «Dann brauche ich Taschentücher, Wein und Freunde», so Leuthard. Die Aufzeichnung der letzten Folge «Giacobbo/Müller» wurde von illustrem Publikum verfolgt: SRF-Direktor Ruedi Matter, Ex-UBS-Chef Oswald Grübel, Erfolgsautor Martin Suter und die versammelte Schweizer Comedy-Elite waren im Zürcher Kaufleuten versammelt.

Die Bundesrätin gab sich sehr nahbar und erzählte auch, wie sie mit Abstimmungsniederlagen umgehe: «Dann brauche ich Taschentücher, Wein und Freunde», so Leuthard. Die Aufzeichnung der letzten Folge «Giacobbo/Müller» wurde von illustrem Publikum verfolgt: SRF-Direktor Ruedi Matter, Ex-UBS-Chef Oswald Grübel, Erfolgsautor Martin Suter und die versammelte Schweizer Comedy-Elite waren im Zürcher Kaufleuten versammelt.

Mirco Rederlechner

Ihr Besuch unterstreicht, welchen Status die Sendung für die TV-Schweiz hatte: In der letzten Folge von «Giacobbo/Müller» war gestern Abend die frisch gewählte Bundespräsidentin Doris Leuthard zu Gast. Zudem im VIP-Publikum der Dernière im Zürcher Kaufleuten: SRF-Direktor Ruedi Matter, Ex-UBS-Chef Oswald Grübel. Erfolgsautor Martin Suter und die versammelte Schweizer Comedy-Elite.

Das Gespräch zwischen der Regierungsvertreterin und den beiden Sendungsmachern war geprägt von gegenseitigem Respekt. Die Gastgeber erhoben sich zur Begrüssung: «Wir sind geehrt», so Giacobbo. Und Leuthard wiederum wand Giacobbo und Müller ein bundesrätliches Kränzchen: «Danke vielmals für alles, was ihr gemacht habt.» Kräftiger Applaus vom Dernière-Publikum – während Giacobbo sich theatralisch eine Träne aus dem Auge wischte.

Leuthard: «Ich bin nicht aus Teflon»

Viktor Giacobbo (64) und Mike Müller (53) zeigten sich in ihrer letzten Sendung in Topform: So kamen Junkie Fredi Hinz und Schnellredner Dr. Klöti – zwei von Giacobbos beliebtesten Rollen – zu gelungenen letzten Auftritten, der Arbeitgeber SRF wurde wie gewohnt vor Seitenhieben nicht verschont und Müllers Ad-hoc-Pointen sassen – was Giacobbo gar zu einem spontanen Handkuss an seinen Bühnenpartner veranlasste.

Bundesrätin Leuthard gab sich äusserst nahbar. So erzählte sie, dass sie nach verlorenen Abstimmungen traurig sei und «Taschentücher, Wein und Freunde» brauche. «Ich bin nicht aus Teflon. Ich vergiesse auch mal Tränen», so Leuthard.

Das letzte Mal «Giacobbo/Müller»

Das war die letzte Ausgabe von «Giacobbo/Müller». Mit Doris Leuthard und einem Furzkissen.

Giacobbo: «Irgendwann, irgendwo sehen wir uns wieder»

Es endete unaufgeregt: «Irgendwann, irgendwo sehen wir uns wieder. Danke!», so Giacobbos vorläufig letzte Fernsehworte. Gegenüber 20 Minuten erklärte er im Vorfeld: «Von mir gibt es keine eigene Sendung mehr.»

Damit wurde ein umfassendes und viel beachtetes Kapitel Schweizer TV-Geschichte geschlossen. Neun Jahre lang erreichten Giacobbo und Müller Traumquoten mit ihrer wöchentlichen Satire- und Comedy-Late-Night-Show. Für 2018 haben sie ein gemeinsames Bühnenprojekt angekündigt.

Die vielen legendären Rollen, die sie für «Giacobbo/Müller» verkörpert haben, sehen Sie in der Bildstrecke.

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