Aktualisiert 08.02.2018 10:50

Swiss Music AwardsZum Glück gibt es die Romands

Bei den Swiss Music Awards treten immer wieder auch neue Gesichter und Namen ins Rampenlicht. Dieses Jahr kommen die spannendsten Acts aus der Romandie.

von
Martin Fischer
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Hier zeigen wir Ihnen, wie sich die nominierten Romands am liebsten zeigen. Wir beginnen mit Danitsa.Ein typisches Insta-Bild: Bei der Genferin sticht gleich ins Auge, dass sie neben ihrer Musik auch Vintage-Sportswear und auffällige Frisuren feiert.

Hier zeigen wir Ihnen, wie sich die nominierten Romands am liebsten zeigen. Wir beginnen mit Danitsa.Ein typisches Insta-Bild: Bei der Genferin sticht gleich ins Auge, dass sie neben ihrer Musik auch Vintage-Sportswear und auffällige Frisuren feiert.

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Ein typisches Insta-Bild: Rootwords postet am liebsten Bilder, die ihn beim Rappen zeigen. Immer dabei: Sein Lieblingsmikrofon.

Ein typisches Insta-Bild: Rootwords postet am liebsten Bilder, die ihn beim Rappen zeigen. Immer dabei: Sein Lieblingsmikrofon.

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Ein typisches Insta-Bild: Phanee de Pool ist eine Gesamtkünstlerin, die sich in Videos, auf der Bühne – und auch auf Instagram – aufwändig inszeniert.

Ein typisches Insta-Bild: Phanee de Pool ist eine Gesamtkünstlerin, die sich in Videos, auf der Bühne – und auch auf Instagram – aufwändig inszeniert.

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Züri West, Gotthard, Lo & Leduc und dazu der vierfach nominierte Nemo: An den Swiss Music Awards stehen in den wichtigsten Kategorien einige Award-Anwärter im Fokus, von denen alle schon einen oder gar mehrere Betonklötze gewonnen haben.

Da sind die vier Acts aus der Romandie, die dieses Jahr zum ersten Mal unter den Nominierten sind, eine willkommene Bereicherung auf der VIP-Liste. Danitsa, Phanee de Pool, Rootwords und das Duo Aliose sind allesamt SMA-Neulinge. Und in der deutschsprachigen Schweiz noch kaum bekannt.

Ein Versäumnis: Die vier Welsch-Acts sind für die Musik-Landschaft eine Bereicherung. Und wer weiss: Vielleicht erhalten die Romand-Exportschlager Stress und Bastian Baker ja bald Verstärkung diesseits des Röstigrabens.

Wir stellen die vier nominierten Acts aus der Romandie vor.

Danitsa

Wer ist sie? Die 23-Jährige ist in Paris aufgewachsen und mit 13 Jahren mit ihrer Familie nach Genf gezogen. «Hier fühle ich mich zu Hause», sagt sie.

Genre: Soul, Raggae, Hip-Hop, Elektro.

Sprache: Englisch.

So sieht sie die Romandie: «Ich liebe es, dort aufzutreten. Im Publikum ist immer ein vertrautes Gesicht.»

So sieht sie die Deutschschweiz: «Ich weiss nicht viel über Deutschschweizer Musiker, ich kenne ein paar Rapper wie Manillo oder Nativ. Unser Land ist voller Talente, ich freue mich, weitere davon kennenzulernen.»

Das ist die aktuelle Single: «Hoover»

Rootwords

Wer ist er? Der Genfer Julio Nkowane (35) aka Rootwords hat Wurzeln in Sambia und ist in den USA geboren. Seit 20 Jahren tritt er als Rapper auf.

Genre: Hip-Hop.

Sprache: Englisch.

So sieht er die Romandie: «Fast jeder kennt hier jemanden, der rappt. Es gibt grosse Crews, Open-Mic-Events, Workshops. Je mehr Leute, desto höher der Wettbewerb, desto höher die Qualität.»

So sieht er die Deutschschweiz: «Manchmal fühlt es sich an, als wären unsere beiden Landesteile Welten entfernt. Ich will das ändern, ich will möglichst oft auch in der Deutschschweiz spielen.»

Das ist die aktuelle Single: «A Matter of Time»

Phanee de Pool

Wer ist sie? Die 29-jährige Bernerin hat ihre Ausbildung zur Polizistin Anfang Jahr abgebrochen, um sich ganz auf die Musik zu konzentrieren.

Genre: Pop, Chanson.

Sprache: Französisch.

So sieht sie die Romandie: «Die Szene ist gerade sehr lebendig und nimmt neue Künstler gut auf. Es ist super, gibt es staatliche Strukturen zur Unterstützung von Newcomern.»

So sieht sie die Deutschschweiz: «Ich kenne Züri West und Pegasus, weil ich mit ihnen kürzlich eine Bühne geteilt habe. Die Sprach-Barriere ist schon ein Nachteil für mich. Leider ist mein Deutsch zu schlecht, um die Texte der Künstler zu würdigen, die sich in der Sprache Goethes ausdrücken.»

Das ist der beliebteste Song: «Des miettes sur le canapé»

Aliose

Wer sind sie? Alizé Oswald und Xavier Michel aus Nyon VD sind am 9. Februar bei den Victoires de la musique, den französischen Grammys, als beste Newcomer nominiert. Sie werden die SMA schwänzen, um in Paris zu sein. «Wir bräuchten Hologramme», sagt Alizé.

Genre: Pop, Folk, Chanson.

Sprache: Französisch.

So sieht Alizé die Romandie: «Es gibt immer mehr Künstler, es ist super, dass alles professioneller wird.»

So sieht sie die Deutschschweiz: «Der Röstigraben existiert, das ist schade. Wir haben kürzlich Nemo kennengelernt, und ich habe versucht, seine Texte nachzusprechen, das war schwierig – aber lustig.»

Das ist die akutelle Single:« Me passer de toi»

Premiere von «SMA presents»: «Hat die Schweizer Popmusik ein Frauenproblem?»

Heute Abend findet im Zürcher Kulturhaus Kosmos der erste Nebenevent der Swiss Music Awards statt. Die Veranstaltung startet um 19 Uhr und steht unter dem Thema: «Hat die Schweizer Popmusik ein Frauenproblem?» Musikerinnen stellen sich einer Podiumsdiskussion, mit den Konzerten von Ikan Hyu und Ursina treten an dem Abend ausschliesslich Frauen live auf. Die Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch hält die Eröffnungsrede.

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